Der Anfang ist nah!

Ich hatte schon vor einigen Monaten durch einen Freund den Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi kennenlernen dürfen. Seitdem schaue ich mir immer mal ein Video von denen bei YouTube an. Und immer habe ich bessere Laune danach, fühle mich gut und geistreich unterhalten und ein wenig beschwingt oder – wenn ich das so sagen darf – intellektuell durchgegroovet.

Da ich heute mit einem irgendwie positiven Lebensgefühl aufgewacht bin und außerdem für einen anderen Freund gerade ein wichtiger neuer Lebensabschnitt beginnt, möchte ich mit den Worten des Käptns sagen: „Hallo!“ und: „Der Anfang ist nah!

Die erste Antibabypille

Heute vor 55 Jahren kam mit Enovid die erste Antibabypille auf den US-amerikanischen Markt. Seitdem hat sich nicht nur die selbstbestimmte Sexualität von Frauen in der westlichen Welt entfalten können, auch ein deutlicher Abfall der Geburtenraten in den Industirenationen ist zu verzeichnen: der Pillenknick.

Die Pille ist in manchen Kreisen noch immer verpönt – mit dabei die römisch-katholische Kirche. Bedenklich finde ich vor allem, dass der Gehalt an weiblichen Hormonen im Trinkwasser durch die weite Verbreitung der Pille gestiegen, was zu einer schleichenden Verweiblichung des Mannes führt. Damit spiele ich aber nicht auf Aspekte der aktuellen Sommermode an, sondern auf die Störung der natürlichen Fortpflanzungszyklen bei Fischen und Amphibien. So fügt die Antibabypille dem Themenkreis der Umweltverschmutzung einen weiteren Aspekt hinzu, dessen Auswirkungen noch nciht abzusehen sind.

Verfassungstag der Weimarer Republik

Am 11. August 1919 wurde die am 31. Juli des gleichen Jahres vom Reichstag verabschiedete Verfassung der sogenannten Weimarer Republik vom sozialdemokratischen Reichspräsidenten Friedrich Ebert unterzeichnet. Drei Tage später trat sie in Kraft. Viele Artikel sind der Paulskirchenverfassung von 1849 entnommen und fanden nach der Niederschlagung des Faschismus auch wieder Eingang in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Diesen Traditionsstrang sollten alle aufrechten deutschen Demokraten nicht aus dem Blick verlieren. Er kann Kraft und Mut spenden, gerade in unseren Zeiten.

Als Nationalfeiertag wurde der 11. August ab 1921 begangen. Er war aber nicht im gesamten Reich ein gesetzlicher Feiertag. Das Foto zeigt die letzte Verfassungsfeier am 11. August 1932 vor dem Reichstag in Berlin. Das Bild ist vom Bundesarchiv (Bild 102-13744 / CC-BY-SA).

Die grosse Verfassungsfeier der Reichsregierung am 11. August 1932 in Berlin ! Blick von der Siegessäule auf den flaggengeschmückten Platz vor dem Reichstag während der Verfassungsfeier.
Die große Verfassungsfeier der Reichsregierung am 11. August 1932 in Berlin.

Die Bibliothek des Vatikan

Wenn man mal wieder gut und niveauvoll unterhalten einen Tag vor dem PC verplempern möchte, kann ich die Website der Bibliothek des Vatikan empfehlen. Die Digita Vaticana Onlus hat sich, 2013 gegründet, zum Ziel gesetzt, 80.000 Manuskripte der Bibliothek zu digitalisieren und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Kenntnisse der Alten Sprachen helfen bei der Lektüre. Man kann sich aber auch von Buchillustrationen bezaubern lassen, oder einfach das geballte Wissen der Menschheit ungelesen bestaunen. Damit es aber nicht auf ewig ungelesen bliebe, gibt es eben dieses Projekt.

Links
vatlib.it – Hauptseite der Bibliothek des Vatikan
digitavaticana.org – Hauptseite der Digitana Vaticana Onlus
digital.vatlib.it/en/collection – Übersicht der bereits digitalisierten Manuskripte

Regen gegen Hitze

Gerad an Sommertagen, an denen der Unterarm am Schreibtisch oder an den darauf liegenden Unterlagen kleben bleibt, sorgt schon der Sound von Regen für eine gewisse Abkühlung. Mehr schreibe ich nicht. Ich genieße jetzt lieber.

Das erste Benefizkonzert der Rockgeschichte

Heute vor 44 Jahren fand im Madison Square Garden in New York das erste Benefizkonzert der Rockgeschichte statt. George Harrison organisierte das Concert for Bangladesh gemeinsam mit Ravi Shankar, dessen Familie aus Bangladesh stammt. Nach dem Zyklon im Herbst 1970 und Ausbruch des Bangladesh-Krieges, der letztendlich zur Unabhängikeit des bis dahin Ost-Pakistan genannten Landes von West-Pakistan (heute: Pakistan) führte, war der Strom von Flüchtlingen in Indien auf 10 Millionen Menschen angewachsen.

Eric Clapton, Ringo Starr, Billy Preston, Leon Russell, Klaus Voormann und einige andere mehr waren auf der Bühne vereint. Außerdem trat Bob Dylan zu seinem ersten Live-Auftritt seit dem Motorradunfall 1969 wieder auf die Bühne. Fast 250.000 USD brachten die Eintrittskarten zu den zwei Konzerten zusammen, welche UNICEF für die Bangladesh-Hilfe übergeben wurden. Ein Film auf VHS und eine Dreier-LP (später Doppel-CD) brachten zusätzliche Einnahmen.

Gerade mit Blick auf die heutige Situation, speziell was den Umgang mit Flüchtlingen (hier übrigens auch auf Grund von Naturkatastrophen!) angeht, kann man sich an diesen denkwürdigen 1. August 1971 mal wieder erinnern.

Das Konzert ist mittlerweile natürlich ausschnittsweise und in Gänze (s.o.) verfügbar gemacht worden. Das Album zu kaufen, ist aber immer noch eine gute Idee. Der Erlös kommt UNICEF und der George-Harrison-Stiftung zugute.