Schlagwort-Archive: FC Mohajer

DSC_0294_titel

Training nach Lockdown

Auch der FC Mohajer Leipzig musste während des Corona-Lockdown in Isolation. Heute wurde im kleinen Kreis ein erstes Training probiert: Pässe auf Abstand und Torschüsse.

Und man sieht den Spielern an, dass sie sich freuen, endlich wieder Fußball spielen zu können. Das kann aber auch an der festlichen Stimmung liegen. Immerhin ist ja heute Zuckerfest. – Eid Mubarak!

DSC_0270 DSC_0271 DSC_0300 DSC_0315 DSC_0337 DSC_0345 DSC_0368 DSC_0377 DSC_0401 DSC_0413 DSC_0429 DSC_0435 DSC_0439 DSC_0443 DSC_0464 DSC_0473 DSC_0488 DSC_0563 DSC_0566 DSC_0603 DSC_0608

Und für alles, was nicht in ein Quadrat passt:

DSC_0295 DSC_0304 DSC_0306 DSC_0325 DSC_0331 DSC_0348 DSC_0389 DSC_0454 DSC_0455 DSC_0461 DSC_0465 DSC_0478 DSC_0500 DSC_0551 DSC_0555 DSC_0572 DSC_0578 DSC_0589

DSC_9584_titel

Training im Vorfrühling

Natürlich ist es eigentlich noch Winter. Es könnte jeden Tag schneien und es wäre normal für einen März in Deutschland. Aber die Sonne am heutigen Nachmittag hat den Frühling dermaßen deutlich angekündigt, dass man aus dem schläfrigen Winter erwachen möchte und in Aktion treten. Der FC Mohajer Leipzig hat zum Training gerufen und wirklich viele sind diesem Ruf gefolgt. Für mich waren viele neue Gesichter mit dabei. Ich hoffe, ich habe jeden Spieler mal fotografiert.

DSC_9485 DSC_9486 DSC_9489 DSC_9496 DSC_9502 DSC_9504 DSC_9519 DSC_9521 DSC_9522 DSC_9529 DSC_9532 DSC_9545 DSC_9547 DSC_9549 DSC_9551 DSC_9566 DSC_9567 DSC_9579 DSC_9594 DSC_9603 DSC_9604 DSC_9607 DSC_9615 DSC_9618 DSC_9624 DSC_9636 DSC_9643 DSC_9651 DSC_9689 DSC_9698 DSC_9706 DSC_9708 DSC_9721 DSC_9725 DSC_9732 DSC_9734 DSC_9749 DSC_9754 DSC_9760 DSC_9762 DSC_9766 DSC_9774 DSC_9780 DSC_9787 DSC_9854 DSC_9856 DSC_9880 DSC_9889 DSC_9890 DSC_9896 DSC_9897 DSC_9898 DSC_9902 DSC_9747

Es ist ja nur Training und kein wichtiges Wertungsspiel. Aber die Stimmung war so gut, die Spielfreude, das Licht. Da habe ich eben ein bisschen übertrieben.

DSC_9488 DSC_9493 DSC_9495 DSC_9503 DSC_9508 DSC_9516 DSC_9518 DSC_9531 DSC_9536 DSC_9540 DSC_9556 DSC_9560 DSC_9564 DSC_9568 DSC_9569 DSC_9570 DSC_9572 DSC_9577 DSC_9578 DSC_9591 DSC_9597 DSC_9606 DSC_9613 DSC_9629 DSC_9650 DSC_9669 DSC_9675 DSC_9685 DSC_9687 DSC_9690 DSC_9696 DSC_9702 DSC_9703 DSC_9722 DSC_9737 DSC_9740 DSC_9761 DSC_9763 DSC_9800 DSC_9809 DSC_9837 DSC_9867

DSC_8004_titel

FC Mohajer auch 2020

Mein Kalender-Projekt ist abgeschlossen. Die zwölf Kalenderblätter werden hier sukzessive monatlich veröffentlicht. Aber – wie man so schön sagt – ich bin mit dieser Mannschaft noch nicht fertig. Bis ich weiß, wie ein nächstes Projekt aussehen wird, mache ich erstmal weiter mit Fotos von Trainingsspielen und Turnieren. Hier also die ersten Bilder von einer Trainingseinheit im Lene-Voigt-Park.

DSC_7979 DSC_7985 DSC_7990 DSC_7991 DSC_7994 DSC_8013 DSC_8017 DSC_8024 DSC_8028 DSC_8029 DSC_8031 DSC_8035

Poster_unten

Abschluss der Spendenumfrage

Meine Ausstellung FC Mohajer Leipzig – ein afghanisches Fußballteam im Soziokulturellen Zentrum „Die VILLA“ ist nun abgeschlossen. Die Bilder sind abgehängt. Die Kalender und Poster sind verkauft und verschenkt. In meinem Arbeitszimmer ist der Januar aufgeschlagen, wie auch in diesem Blog. Bevor ich mich auf das nächste Projekt stürze, bleibt nur noch, die Spendenumfrage auszuwerten, die ich während der Ausstellungszeit durchgeführt habe.

Ich wollte von den Besuchern des Cafés wissen, welchen Sport sie selbst treiben. Die Intensität der sportlichen Aktivität sollte mit Beträgen in unterschiedlicher Höhe angezeigt werden. Das ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, aber von der Tendenz her schon.

Sportgeld

Ich hatte damit gerechnet, dass die Säule für Fußball schnell gefüllt wäre und alle anderen nahezu leer bleiben würden. Schließlich ging es in der Ausstellung um eine Fußballmannschaft und Fußball ist ja auch quasi der Nationalsport der Deutschen. Dem war aber nicht so. Das Fitnessstudio hat deutlich gewonnen. Und selbst Cricket steht vor Fußball. Haben sich da einige einen Scherz erlaubt? Oder haben Gäste aus Afghanistan eher für ihren zweitliebsten Sport gestimmt?

Aber seht selbst! Insgesamt sind 82,80 EUR zusammengekommen, die sich wie folgt auf die verschiedenen Sportarten verteilt haben. Runde 90 EUR habe ich heute sehr gern an den VILLA e.V. überwiesen.

Sportgeld_Diagramm

DSC_3521_titel

Jahresrückblick 2019

Silvester 2019 – ein Tag auf dem Zeitstrahl. Aber in unserer Kultur ist es üblich, hier den Schnitt anzusetzen. Die Erinnerung unterscheidet zwischen vor und nach diesem Tag, genauer dieser Nacht. Ich möchte auch eine kurze Rückschau halten auf die vergangenen zwölf Monate; zwölf Bilder habe ich mir dafür herausgesucht, die ich mit euch betrachten möchte.

Bild02_20181112161722307_Oktober

Bild01_DSC03921 Bild04_IMG_20190702_121009

Bild05_DSC_4287_ediert Bild06_DSC_0072

Bild07_DSC_3541 Bild08_DSC_3523

Bild09_IMG_20190902_184222 Bild10_DSC_2528

Bild11_IMG-20191114-WA0001 Bild12_DSC_6631_schwarz

Ich beginne mit einem Bild aus dem Kalender, der mich und euch im Jahr 2019 begleitet hat. Es waren Porträts aus meinem Projekt Vaterbilder – Gespräche mit Söhnen aus Rumpf- und Patchwork-Familien. Dieses Projekt habe ich im Januar mit dem zweiten Band erfolgreich abgeschlossen. Das lag mir mittlerweile schwer auf der Seele. Bereits 17 Jahre hatte ich daran gearbeitet. Es drohte, ein Dauerprojekt zu werden, welches niemals ein Ende finden würde. Doch das habe ich abgewendet. [http://vaterbilder.de/]

Im Februar ist mein Geburtstag. 2019 habe ich das Geburtstagswochenende dazu genutzt, mich meiner frühen Lebensjahre zu erinnern. Ich war auf dem Wurmberg, dem höchsten Berg Niedersachsens, und verbrachte eine Nacht in meiner Geburtsstadt Hildesheim, bevor ich dann noch meine Eltern besuchte.

Das nächste familiäre Großereignis war die Goldene Hochzeit meiner Eltern. Selbstverständlich war ich in die Organisation eingebunden. Zusätzlich hielt ich einen kleinen Vortrag und leitete eine Schreibwerkstatt mit allen Gästen an. Es war eine sehr schöne Feier, die ich lange in Erinnerung behalten werde.

Ähnlich einprägsam – aber aus anderen Gründen – war die Ausstellung von Yoko Ono in Leipzig. Dazu hatte ich einen eigenen Blog-Eintrag verfasst.

Im Sommer war die Taufe meines Patenkindes Fabian, dem ich als Geschenk ein Märchenbuch überreichen konnte. Der schlaue Dschirtdan stammt ursprünglich aus Aserbaidschan, ist aber mit Hänsel und Gretel aus Deutschland und Nim-Kuni aus Afghanistan verwandt.

Ich habe die Zeit gefunden, an einem anderen Projekt weiterzuarbeiten, das ich immer den Annaberg-Roman nenne. Es geht gar nicht so sehr um Annaberg. Die Stadt ist lediglich die Kulisse, die ich vor mittlerweile zehn Jahren kennenlernen durfte. Meine Recherchen haben mich 2019 nach Naunhof geführt, wo ich auf einen äußerst freundlichen Archivleiter gestoßen bin. Vielen Dank für die Unterstützung!

Im September habe ich meine Tante in London besucht, um mit ihr ihren Geburtstag zu feiern. Wir unternehmen immer viel gemeinsam. Deshalb sind auch die nächsten zwei Bilder noch aus London: die All-gender-Toilette der Tate Modern und mein Selfie vor einem Prom-Konzert in der Royal Abert Hall. [Auch das Beitragsbild stammt vom diesjährigen London-Urlaub und ebenfalls aus der Tate Modern.]

Die nachhaltigste Veränderung 2019 war für mich aber die Begegnung mit dem FC Mohajer Leipzig, einer Fußballmannschaft, deren Spieler alle aus Afghanistan stammen. Da kann ich eigentlich nicht einen Link setzen; denn mein Blog ist voll von Fotos der Spieler und ihrer Gegner. Ich freue mich sehr, dass mich die Spieler so offenherzig und freundlich aufgenommen haben. Die Spieltage bedeuten mir sehr viel. Vielleicht setze ich einen Link zu dem Interkulturellen Fußballturnier des Bürgervereins Gohlis, mit dem für mich alles angefangen hat.

Seit November (bis etwa Mitte Januar 2020) sind meine Spieler-Porträts des FC Mohajer Leipzig im Café der VILLA zu sehen. Die Ausstellung wurde erst mit Vernissage eröffnet, um zwei Tage später noch ein Kicker-Turnier in der Ausstellung abzuhalten. Die Kalenderblätter werde ich natürlich hier auf dem Blog Monat für Monat präsentieren.

Mohammad Mirzayi, der Kapitän der Mannschaft, hat in diesem Jahr das Bistro Etria eröffnet. Es befindet sich in der Rosa-Luxemburg-Straße 10 und hat neben den üblichen Gerichten Döner und Pizza auch besondere Spezialitäten aus Afghanistan auf der Karte. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Das war mein Jahr 2019. Es ist noch mehr passiert. Aber diese zwölf Schlaglichter reichen schon, um mir vor Augen zu führen, wie gut es mir geht. Ich führe ein Leben an einem sicheren Ort in relativem Wohlstand, der mir auch das Reisen gestattet. Ich habe wunderbare Menschen in meinem näheren Umfeld und in der Welt verteilt, mit denen gemeinsam dieses Leben eine Freude ist.

Ich danke Gott für seine Güte und gehe demütig ins neue Jahr. Möge es mit eben so viel Freude beginnen! Ich wünsche uns allen ein gutes Jahr 2020 mit viel Liebe und Vernunft. Es gibt ja auch ein Menge Herausforderungen, auf die ich in meinem Text aber nun einmal nicht eingehen wollte. Gemeinsam werden wir auch dort erfolgreich sein. Inshallah!