Gemeinsam in eine friedliche Zukunft

Letztes Jahr am 1. August habe ich mit einem Blog-Eintrag auf den 44. Jahrestag des ersten Benefizkonzerts der Rockgeschichte hingewiesen. Mit der 45 könnte ich das wieder machen. Heute wird der Sender MTV 35 Jahre alt. Auch darüber könnte man philosophieren. Mir steht der Sinn aber nach etwas anderem. Der 1. August ist nämlich auch ein Tag für friedliche und überaus dauerhafte Bündnisse, die ich hier mit einer Top-Five-Liste ehren und den EU-Mitgliedstaaten ins Stammbuch schreiben möchte.

  1. Der Schweizer Gründungslegende nach trafen sich am 1. August 1291 Vertreter der drei Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden auf dem Rütli am Vierwaldstättersee, um einen heiligen Eid zu schwören. Der lateinische Bundesbrief beginnt mit den Worten: In Gottes Namen. Amen. Das öffentliche Ansehen und Wohl erfordert, dass Friedensordnungen dauernde Geltung gegeben werde. Ein Austrittsszenario wird nicht gestaltet. Es heißt vielmehr: „Entsteht Krieg oder Zwietracht zwischen Eidgenossen und will ein Teil sich dem Rechtsspruch oder der Gutmachung entziehen, so sind die Eidgenossen gehalten, den andern zu schützen. – Diese Ordnungen sollen, so Gott will, dauernden Bestand haben.“ Seit 1891 – zur 600-Jahr-Feier dieses Bundes – wurde der Schweizer Nationalfeiertag auf den 1. August gelegt.
    Vorher galt ein anderer Schwur als Gründungsdatum der Schweiz, der Bundesbrief von Brunnen vom 9. Dezember 1315, der im Gegensatz zum Bundesbrief von 1291 sehr wahrscheinlich historisch ist. Er ist auf deutsch verfasst und beginnt sehr kenntnisreich: In gottes namen Amen. Wande menschlicher sin blöde und zerganglich, daz man der sachen und der dinge diu langwirig und stete solden beliben, so lichte und so balde vergizzet, dur daz so ist ez nutze und notdurftig, daz man die sachen, die dien lüten ze fride und ze gemache (und) ze nutze und zu eren uf gesetzet werdent, mit schrift und mit briefen wizzentlich und kuntlich gemachet werden.
  2. Am 1. August 1523 bildeten die Landstände Mecklenburgs eine Union, um der Teilung des Landes nach Erbstreitigkeiten zu entgehen – mit Erfolg und über den 30-jährigen Krieg hinaus. Die Landständische Union wurde erst im Zuge der Novemberrevolution am 3. Dezember 1918 aufgelöst.
  3. Am Vorabend des 1. August 1907 begann das erste Pfadfinderlager auf Brownsea Island mit einem Lagefeuer, um das General Robert Baden-Powell 22 Jungen aus unterschiedlichen sozialen Milieus versammelte. Am Morgen wurde die Pfadfinderbewegung offiziell gegründet. Ein Jahr später brachte Baden-Powell das Buch Scouting for Boys heraus. Aus diesem Buch stammt der seitdem oft kopierte pädagogische Grundsatz des Learning by Doing. Er schuf damit ein ideales Angebot für Kinder und Jugendliche, das auch heute noch die 1980 vom Pädagogen Peter Friedrich beschriebenen Lückekinder auffangen kann. Lückekinder sind zwischen 9 und 14 Jahren, für den Schulhort zu alt und für den Jugendklub zu jung.
  4. Zu Beginn habe ich von friedlichen Bündnissen gesprochen. Doch an dieser Stelle nehme ich den Beginn des Warschauer Aufstandes durch die Polnische Heimatarmee am 1. August 1944 mit in die Reihe. Es kommt doch darauf, gegen wen man Kämpft. Und ein Aufstand gegen das unmenschliche Naziregime gilt mir als ein Akt des Friedens. Die Rote Armee war bereits am rechten Weichselufer, als die Polnische Heimatarmee den Aufstand begann. Leider unterstützte die Rote Armee nicht die Aufständischen. Der Aufstand wurde letztendlich von den Nazis niedergeschlagen, die Heimatarmee aufgerieben und Warschau fast vollständig zerstört. Polnische Pfadfinder beteiligten sich als Boten und Sanitäter am Aufstand. Ihnen ist in Warschau das Denkmal des Kleines Aufständischen des Bildhauers Jerzy Jarnuszkiewicz gewidmet.
  5. Seit dem 1. August 2001 dürfen Schwule und Lesben mit der Eingetragenen Lebenspartnerschaft auch einen Bund fürs Leben schließen, der in vielen Punkten der Ehe gleichgestellt ist. Doch ist es keine Ehe für alle, wie sie mittlerweile in anderen, fortschrittlicheren Ländern geschaffen wurde.

Angela Merkels „Wir schaffen das!“

Am 31. August 2015 sprach Angela Merkel die mittlerweile wohl berühmtesten drei Worte ihrer Kanzlerschaft: „Wir schaffen das!“ Es ist fast ein Jahr vergangen seit der Sommerpressekonferenz und in der sich neigenden Woche wiederholte sie diesen Satz. Aber in der Zeit zwischen der ersten und der letzten Konferenz verging keine Woche, ach, kein Tag, da nicht dieser Satz der Bundeskanzlerin vorgehalten wurde, als wären diese drei Worte nicht ein Ausdruck von Optimismus, sondern ein dolchstoßender Verrat am deutschen Volke.

Was wollen die Kritiker denn stattdessen von der Kanzlerin hören? – „Wir schaffen das nicht; die Deutschen werden nun ganz schnell untergehen.“ – Welch ein Kleingeist kann sich überhaupt dieses Kurzsatzes wegen echauffieren?

Mir geht es hier nicht um eine Regierungs-Apologie. Über jeden einzelnen Schritt kann man streiten. Der Neun-Punkte-Plan ist sicherlich diskussionswürdig, mindestens was den Einsatz der Bundeswehr angeht.

Auch möchte ich nicht das Leid der bei Anschlägen Verwundeten, Getöteten und deren Angehöriger banalisieren. Aber einige Tote ändern nicht grundlegend das Schicksal eines 80-Millionen-Landes. Das wäre auch schlimm, wenn es sich so verhielte. Was machten wir dann mit Unfalltoten, Mordopfern, Todkranken?

Nach einem Anschlag (oder nach einer zugegebenermaßen Häufig von Anschlägen bzw. Amokläufen) muss natürlich geschaut werden, was im Einzelnen diese Tat ausgelöst oder begünstigt hat. Aber wie vor Gericht gilt da die Einzelfallprüfung und nicht ein schnelles Pauschalurteil.

Nach einem Familiendrama wie dem sogenannten erweiterten Suizid, der sich ja leider auch immer wieder ereignet, Sagen wir doch auch nicht, die Familie berge als Modell des Zusammenlebens ein zu großes Risiko, das Familienrecht müsse auf den Prüfstand, eventuell gehöre die Institution der Ehe generell abgeschafft. Nein! Wir schauen genau, was passiert ist, und schaffen präventive Angebote. Denn bei Taten, die den eigenen Tod implizieren, würde eine Strafrechtsverschärfung nicht besonders abschreckend wirken. Außerdem leben wir in einer arbeitsteiligen Gesellschaft, d.h. nach einer Phase der Betroffenheit, Trauer und Anteilnahme überlasse ich den entsprechenden Fachleuten das Feld. Ich muss keinem Cyber-Lynchmob angehören.

Allerdings gefällt sich auch die Presse im Schüren einer gewissen ängstlichen Stimmung, die Merkels Worte als eine Mischung aus Leichtfertigkeit, Naivität oder gar Hohn aufnehmen lässt. In jedem zweiten Radio-Interview wird der eine oder andere Grundrechtsartikel bemüht. Da lobe ich mir die ruhige Art der Kanzlerin, die besonnen agiert und nicht gleich jedes Gesetz infrage stellt.

Das Grundgesetz ist nach den Erfahrungen der nationalsozialistischen Verbrechen verfasst worden. So nüchtern kalt das klingen mag, ein paar Amokläufe oder auch Terroranschläge können an den Prinzipien nichts ändern.

Und der einzelne Bürger kann gegen weiteren Terror in unserem Lande vor allem eins machen: selber keinen Anschlag verüben.

Militärischer Widerstand und Recht

Der 20. Juli 1944 ist für mich seit früher Schulzeit ein Tag der stolzen Trauer. Nicht alle Deutschen zwischen 1933 und 1945 waren Verbrecher. Einige leisteten Widerstand, obwohl sie ihr Leben und ihre Ehre damit aufs Spiel setzten. Immerhin waren sie durch einen besonderen Treueschwur gebunden.

Manche wenden ein, der Widerstand aus dem Militär wäre zu spät gekommen. Er diente wohl nur noch der Rettung der eigenen Haut durch das Aushandeln eines Friedensvertrages nach dem Tod Hitlers. Doch auch hier gilt die Binsenweisheit: besser spät als nie. Anderen galten die Attentäter als Vaterlandsverräter, hatten sie doch den Treueschwur gebrochen. Die Erinnerungskultur ist erst langsam in der Bundesrepublik Deutschland zu dem herangewachsen, was wir heute darunter verstehen.

Gerade erleben wir traurige, beunruhigende und auf jeden Fall historische Tage für die Türkei. Ein vermeintlicher Militärputsch wurde niedergeschlagen. Menschen, die mit diesem Umsturzversuch in Verbindung gebracht werden, aber wie es scheint auch viele weitere, die auf bereits vorbereiteten Schwarzen Listen standen, werden inhaftiert oder mindestens ihrer Ämter enthoben, beurlaubt, mit Ausreiseverbot belegt.

Am Morgen nach dem Putschversuch hat auch Angela Merkel sich beeilt, darauf zu verweisen, dass ein Putsch nicht der richtige Weg sei, eine gewählte Regierung abzulösen. Ach nein? Ich glaube nicht, dass ein Wahlergebnis jedes folgende Unrecht legitimiert. Hitler und seine NSDAP wurden auch gewählt. Trotzdem möchte wohl kaum ein vernünftig denkender Mensch den Attentätern des 20. Juli Angela Merkels altkluge Worte entgegenhalten. Bertolt Brecht wird der knappe Satz zugeschrieben: Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Und das Grundgesetz sieht das ganz ähnlich. Es formuliert im Artikel 20 auch knapp, an diesem Punkt aber doch ein wenig ausführlicher. Der Absatz 4 dieses Artikels ist 1968 im Rahmen der Notstandsgesetze ergänzt worden:

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Nach meinem Verständnis schließt das Gegen jeden auch eine gewählte Regierung mit ein. Nun gilt in der Türkei natürlich nicht das deutsche Grundgesetz. Aber wenn der Putschversuch, von dem wir durch die Medien unterrichtet wurden, tatsächlich als solcher geschehen ist, kann ich die Beweggründe der Drahtzieher durchaus nachempfinden.

Dass sie nun einen ordentlichen Prozess nach türkischem Recht erhalten, ist leider nicht selbstverständlich.

Todestag von Magnus Hirschfeld

Heute ist der Geburts- und Todestag von Magnus Hirschfeld (1868–1935), dem Arzt und Sexualforscher, dem die heutige LGBT-Bewegung viel zu verdanken hat. Es bemühte sich, die Sexualwissenschaften zu einer eigenständigen Wissenschaft im Netz von Medizin und Psycholgie werden zu lassen. Sein in Berlin privat gegründetes Institut für Sexualwissenschaft wurde von den Nazis geschlossen.

Von ihm stammt der Begriff Drittes Geschlecht, den er später zugunsten des Begriffs der Zwischenstufen aufgab. Diese Aufhebung der geschlechtlichen Dualität ist einer der erste Schritte zu den Queer- und Genderstudies der letzten Jahre. Er prägte außerdem den Begriff Transvestit.

Auf seinem Grabstein in Nizza steht sein Lebensmotto: Per Scientiam ad Justitiam (Durch die Wissenschaft zur Gerechtigkeit). Er kämpfte darum, die Homosexualität aus dem Bereich des Strafgesetzbuches herauszuhalten. Aber er ging dabei einen vorsichtigen, besonnenen Weg, den manche Kritiker auch für einen Pakt mit den teuflischen Mächten hielten. So war er als Sachverständiger zu Fragen der Homosexualität auch immer wieder vor Gericht tätig, u.a. während der Harden-Eulenburg-Affäre vor dem ersten Weltkrieg, in der Hirschfeld beurteilen sollte, ob das Verleihen einen Stofftaschentuches Ausdruck von inniger aber heterosexueller Freundschaft sei oder Zeichen einer homosexuellen Beziehung. Der Kabarettist Otto Reutter (1870–1931) dichtete dazu das Couplet Der Hrischfeld kommt:

Herr Dr. Magnus Hirschfeld ist ein Sachverständiger,
ja dieser Herr ist in Berlin jetzt riesig populär.
Der Hirschfeld hat, das geb ich zu, in manchen Punkten recht,
jedoch mir scheint beinah, er glaubt, die ganze Welt sei schlecht.
Er wittert überall Skandal.
Er hält fast keinen für normal.
Drum sieht man täglich in Berlin
Herrn Hirschfeld durch die Straßen ziehn.

Und jeder kriegt ’nen Schreck,
kommt Hirschfeld um die Eck!
Der Hirschfeld kommt!
Der Hirschfeld kommt!
Dann rücken alle aus.
Er holt aus allen Dingen sich noch was Verdecktes raus.
Der Hirschfeld sagt, selbst die Natur blamiert sich kolossal,
denkt an den letzten Sommer nur: Auch der war nicht normal!

Zur Köchin geht der Grenadier mit traurigem Gesicht.
Sie sagt zu ihm: Was ist mit dir? Du isst ja heute nicht!
Er sagt: Es schimpfen manche jetzt auf unser deutsches Heer.
So schlimm stehts doch noch lange nicht mit unserm Militär.
Das stimmt, sagt sie da inniglich,
für dich da garantiere ich!
Sei wieder froh, gib mir ’nen Kuß!
Heut nicht, sagt er da voll Verdruß.

In dem Moment, oh Schreck,
kommt Hirschfeld um die Eck.
Der Hirschfeld kommt!
Der Hirschfeld kommt!
Nun schwindet sein Verdruß.
Er geht auf seine Köchin los und gibt ihr einen Kuß.
Zum Hirschfeld sagt er ich bewies: Ich bin noch ganz normal!
Und Sie sagt Fritz, er zweifelt noch, beweis es schnell noch mal.

Wer heut nicht jedes Mädchen küsst, der kommt gleich in Verdacht,
bleibt heut ’ne Ehe kinderlos, dann wird er ausgelacht,
wer einen Buckel heutzutag, wer etwas lang und schmal
oder wer so dick ist als wie ich, der ist schon nicht normal.
Meinen kleinen Neffen Friederich,
den traf ich heut, dem schenkte ich,
’ne Zuckertüte, welche Pracht.
Doch grad, als er sie aufgemacht,

in dem Moment, oh Schreck,
kommt Hirschfeld um die Eck.
Der Hirschfeld kommt!
Der Hirschfeld kommt!
Steck schnell die Tüte ein!
Das Süße in der Tüte könnte sehr verdächtig sein.
Friß ganze Zuckertüten auf, das ist dem Mann egal,
aber pust nicht in die Tüte, sonst biste nicht normal.

’ne alte Jungfer sitzt vergnügt auf einer Bank im Freien,
hat auf dem Schoß ihren Mops, der schaut phlegmatisch drein,
er ist gesättigt und gepflegt, das Asthma plagt ihn sehr,
was sonst ein Hundeherz bewegt, das rührt ihn gar nicht mehr.
Zwei Hunde stelln sich zu ihm ran,
doch er schaut nur die Herrin an,
als wollte sagen er zu ihr:
Sei unbesorgt, ich bleib bei dir!

In dem Moment, oh Schreck,
kommt Hirschfeld um die Eck.
Der Hirschfeld kommt!
Der Hirschfeld kommt!
Nun springt der Mops vom Schoß,
jetzt läuft er wie der Deibel gleich auf beide Hunde los.
Den einen, den erwischt er noch, an ’nem Laternenpfahl.
Sonst schreibt ihn Hirschfeld auf und sagt: Der Mops ist nicht normal.

Ich hab mal früher nen Freund gehabt, jetzt sehn wir uns fast nie.
Wir haben früher „Du“ gesagt, jetzt sagen wir wieder „Sie“.
Wir gingen als Freunde Hand in Hand, das tun wir jetzt nicht mehr.
Nur kürzlich, an nem Regentag, kam er mir in die Quer.
Er war verschnupft und sprach:
Ich such vergebens nach ’nem Taschentuch!
Ich sprach: Nimm meins! Du tust mir leid.
Nimms schnell, es wird die höchste Zeit.

In dem Moment, oh Schreck,
kommt Hirschfeld um die Eck.
Der Hirschfeld kommt!
Der Hirschfeld kommt!
Das Tuch schnell wieder her!
Denn so ein Taschentuch vom Freund, das ist verdächtig sehr.
Das Taschentuch wird nicht benutzt, laß loofen, ’s ist egal,
wenn du dir jetzt die Neese putzt, dann biste nicht normal!

John Stuart Mill und die Freiheit

Am 8. Mai 1873 starb der liberale Ökonom und Philosoph John Stuart Mill. Er war ein früher Verfechter der Emanzipation der Frau, überzeugter Anhänger des Utilitarismus und Schöpfer des Wortes Dsytopie zur Bezeichnung einer negativen Utopie.

Heute, am Tag der Befreiung, der, wie Richard von Weizsäcker 1984 sagte, auch ein Tag der Befreiung für Deutschland vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft war, möchte ich einen wichtigen Satz von Mill herausheben. Er ist aus seinem Werk On Liberty (1859):

That the only purpose for which power can be rightfully exercised over any member of a civilized community, against his will, is to prevent harm to others.

J. S. Mill nennt dies ein wirklich einfaches Prinzip (one very simple principle). Doch heute reiben wir uns die Schläfen wund, wann und wie denn nun die Freiheit eines Individuums eingeschränkt werden kann, bzw. wann auf offiziellem Weg ermittelt werden darf, ob ein solcher Fall eingetreten sei.

Ich spiele selbstverständlich auf Jan Böhmermann an, dessen Interview in der Wochenzeitung „Die Zeit“ gerade in aller Munde ist. Dem manchmal geistreichen Unterhaltungskünstler hat die große Öffentlichkeit nicht gut getan. Er versteigt sich zu einer Merkel-Kritik, die nur zeigt, dass er – wie viele – den eigentlichen Kern der Sache nicht verstanden hat. Von großen Teilen der Bevölkerung erwarte ich ja nichts anderes. Aber Böhmermann hätte die letzten Tage zum Nachdenken nutzen können.

Filetiert habe die Kanzlerin den Moderator und einem nervenkranken Despoten zum Tee serviert. Na, das klingt jetzt aber dramatisch. Frau Merkel bekannte, dass das eigentliche Schmähgedicht für sie bewusst verletzend sei. Sie sagte dies dem Präsidenten der Türkei, aber sie sprach doch nicht ex cathedra. Ein solcher Satz hat, auch aus dem Munde der Bundeskanzlerin, keine konstituierende Wirkung. Und dass die Regierung letztendlich ein Verfahren zur Prüfung zulässt, so wie es in geltenden Gesetzen vorgesehen ist, lässt sich in meinen Augen schwer zu einem haltbaren Vorwurf nutzen.

Einen deutschen Ai Weiwei habe Angela Merkel aus ihm gemacht, sagt Böhmermann weiter. Da kann ich ihn beruhigen. Es gibt wohl nichts, was die Kanzlerin machen oder sagen könnte, um Böhmermanns Niveau zu heben, schon gar nicht auf das des großen Ai Weiwei. Selbstverständlich ist eine Voruntersuchung und ein letztendliches Strafverfahren keine angenehme Sache. Und über die menschliche Not Böhmermanns möchte ich mich nicht erheben. Ich glaube aber, Ai Weiwei wäre deutlich glücklicher, wenn er all seine gegen ihn gerichteten Ermittlungen und Verfahren in Deutschland und nach deutschem Recht erdulden müsste. Das sollten wir nicht vergessen.

Wir leben nicht in einer Welt der unbegrenzten Freiheit, die persönliche Freiheit ist genau so beschränkt wie die Presse- und die Kunstfreiheit. Und das ist gut so. Denn die Freiheit, die wir haben, soll für alle gelten.

Eins möchte ich noch sagen: Ich hoffe, dass Jan Böhmermann freigesprochen wird. Ich denke, dass er diese Nummer mit dem Schmähgedicht recht geschickt eingefädelt hat. Ihm liegt – und da muss ich eine Polemik zum Niveau Böhmermanns leicht revidieren – fast etwas Faustisches inne. Wir erinnern uns an der Tragödie zweiten Teil. In seinem letzten Monolog sagt Faust:

Solch ein Gewimmel möcht ich sehn,
Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn.
Zum Augenblicke dürft ich sagen:
Verweile doch, du bist so schön!

Diese letzten Worte lassen Mephisto an den Sieg der Wette glauben. Doch der Teufel hat nicht genau hingehört; Faust hat im Konjunktiv gesprochen. Ähnlich verhält es sich mit dem Schmähgedicht. Natürlich kann man nicht unter der Überschrift „Ich zeige euch mal, was man nicht machen darf“ ungestraft einen Mord begehen. Aber auf der verbalen Ebene ist ein solches Verfahren statthaft. Sonst befinden wir uns in einer von Monty Python beschriebenen Szene: „Es ist verboten, Jehova zu sagen!“ – Na, wer hat jetzt „Jehova“ gesagt?

Aber das gerichtlich untersuchen zu lassen, muss erlaubt bleiben. Wir leben in einem Rechtsstaat. Der wirkt manchmal etwas schwerfällig. Der Lynchmob ist da deutlich agiler. Möchte jemand tauschen?

Die Freiheit jedes Einzelnen zu bewahren und vor ausufernden Handlungen anderer zu schützen, ist ein fortwährender Aushandlungsprozess. Jan Böhmermann ist dieser Tage zu einem prominenten Beispiel geworden, einen tragischen Helden macht ihn das aber noch lange nicht. Der, nämlich Faust, sagte kurz vor den oben zitierten Worten noch den Satz, mit dem ich meinen Eintrag abschließen möchte:

Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.

Kämpfen am 1. Mai

Als Freiberufler über die Rechte der Arbeitnehmer zu schwadronieren, ist wohl doch eher unpassend. Nun soll aber der 1. Mai ein Kampftag sein. Wäre heute nicht Sonntag, hätten wir ja trotzdem frei. Wofür kann man kämpfen? Da fallen mir sofort die LGBT-Rechte ein. Der US-amerikanische Singer/Songwriter Tom Goss kämpft ganz charmant für die Gleichstellung Homosexueller. Und seine Lieder kann man sich auch noch gut anhören.

Das Lied Son of a preacher man hat ja schon seit der Aufnahme von Dusty Springfield etwas Schlüpfriges. Nun wird es – meines Wissens erstmalig – in einem schwulen Kontext verwendet. War eigentlich schon länger fällig. Toll! Vielen Dank, Tom Goss!

Sammelsurium im Frühling

Jetzt war schon wieder eine kleine Pause im Blogeintragsrhythmus eingetreten. In der Zwischenzeit bin ich älter geworden und die letzte Woche krank gewesen – erkältet! Ich werde den grippalen Infekt wahrscheinlich überleben, aber schlecht man sich trotzdem, wenn die Nase zu ist und der Hals rau.

Zumal ich Anfang dieser Woche zwei Lesungen aus meiner Erzählung Lucias Aufbrüche hatte; eine in Wathlingen und eine in Peine. Da ist eine Erkältung auf einmal eine Herausforderung. Ist aber gut gegangen, und mittlerweile bin ich auf dem Weg der Besserung.

Was sich momentan nicht bessert, ist die politische Situation in Deutschland, der EU und vor allem der USA. Was wird uns denn von den Republikanern da als Präsidentschaftskandidat angeboten?! Manchmal ist mir nach Lachen, doch meist nach Weinen. Ich musste in den letzten Tagen immer mal an den Roman It can’t happen here des Literaturnobelpreisträgers Sinclair Lewis denken, der 1935 halb-satirisch beschreibt, wie in den USA ein rechter Populist zum Präsidenten gewählt wird. Buzz Windrip ist sein Name und er formt die Vereinigten Staaten um zu einem faschistischen Staat. Klaus Mann war seinerzeit begeistert von diesem hellsichtigen Buch. Ich habe mich ein wenig durch das Original gequält. Aber das ist wohl eher meinem Sprachvermögen geschuldet.

Der Titel ist eine ironische Wiederholung der damals weit verbreiteten Ansicht, dass das, was in Nazideutschland geschah, niemals in der Freien Welt passieren könnte. Aus einem ähnlichen Grund gab es 1967 im kalifornischen Palo Alto das Third Wave Experiment, welches heute als 1981er oder 2008er Verfilmung Die Welle bekannt ist. Trevor Noah vergleicht in The Daily Show Donald Trump direkt mit Benito Mussolini. Das kann man sich mal anschauen:

Aber ich habe auch eine schöne Seite gefunden, die ganz erfreuliche Dinge zeigt. Auf Our World in Data werden zu verschiedenen Themenkomplexen Daten visualisiert. Auch die Quellen sind jeweils angegeben. Tenor der Website: vieles hat sich zum Guten gewandelt! Wir werden immer älter, die Mordraten sinken und die Intelligenz steigt.

Hoffen wir’s!

Der junge Magier Alexander Merk antwortet allen Ängstlichen auf ihr historisches „Das Boot ist voll“ mit einem sympathischen Zaubertrick, den ich hier zum Abschluss meines heutigen Posts zeigen möchte:

Hilflosigkeit

Es gibt so vieles, über das man schreiben könnte, ach, müsste! Da gibt es hier in Leipzig die gestrigen Demonstrationen zu/gegen ein Jahr Legida inklusive rechter Ausschreitungen, die bereits mit dem November 1938 verglichen wurden. Dann haben wir noch die Geschehnisse der Silvesternacht in Köln, die noch einiges an Ermittlungsarbeit erfordern, die aber andererseits schon viel in der Politik bewegen. Und das Unwort des Jahres 2015 steht fest: Gutmensch. Da traut man sich fast nicht mehr, noch David Bowie mit aufzuführen, der gestern mit 69 Jahren einem Krebsleiden erlag.

Mir fehlt es heute an gesitreichem Witz, diese Aspekte nun gekonnt miteinander zu verbinden. Stattdessen möchte ich René Goscinny (Text) und Albert Uderzo (Zeichnung) zitieren, die bereits 1974 im 21. Band der Asterix-und-Obelix-Reihe Das Geschenk Cäsars den greisen Methusalix in Pegida-Manier über Fremde sinnieren lassen:

Ich habe nichts gegen fremde aber

Geburtstag von Phil Ochs und die Abschaffung der Sklaverei

In den letzten Monaten des Amerikanischen Bürgerkrieges (1861–1865) wurde der Dreizehnte Zusatz zur Amerikansichen Verfassung im Kongress mit einem Stimmenverhältnis von 119 zu 56 verabschiedet (31. Januar 1865). Die Urkunde wurde am Tag darauf von Abraham Lincoln unterzeichnet und ist damit der einzige Verfassungszusatz, der überhaupt von einem Präsidenten unterzeichnet wurde. Er schrieb noch das Wort „Approved“ vor seinen Namen, was „gebilligt“ meinen kann aber auch schlicht „vorschriftsmäßig“. Um wirklich Teil der Verfassung zu werden, muss ein Verfassungszusatz von 3/4 der Staaten ratifiziert werden. Dieses Ziel war am 6. Dezember 1865 mit der Ratifizierung durch den Staat Georgia erreicht. Am 18. Dezember 1865, also gestern vor genau 150 Jahren, wurde die endgültige Abschaffung der Sklaverei auf dem Boden der USA verkündet. Abraham Lincoln war da bereits mehrere Monate tot. Er war im Ford’s Theatre in Washington DC zu Karfreitag, der 1865 auf den 14. April fiel, erschossen worden.

13th Amendment
13th Amendment

Also 150 Jahre ohne Sklaverei! Oder doch nur zwei; denn der Staat Mississippi bestätigte den Dreizehnten Verfassungszusatz erst am 7. Februar 2013 (sic!). Doch der 18. Dezember 1865 ging in die Geschichte ein als das offizielle Datum der Abschaffung der Sklaverei.

75 Jahre und einen Tag später wurde Phil Ochs am 19. Dezember 1940 in El Paso, Texas geboren. Er ist ein bedeutender Singer & Songwriter, der in den 1960er Jahren Bob Dylan starke Konkurrenz machte, und heute ist er – in Deutschland – leider fast vollständig unbekannt. Seine Selbstbezeichnung war die eines Topic Singers, im Gegensatz zum Protest Singer. Er sang über All the news that’s fit to sing, was auch gleich der Titel seines ersten Albums 1964 wurde. Es ist die Abwandlung des Claims der New York Times: All the news that’s fit to print. Bob Dylan soll ihn mal aus einem gemeinsamen Taxi geworfen haben mit dem Vorwurf: Du bist kein Songwriter, du bist Journalist! Phil Ochs nahm sich am 9. April 1976 in New York City das Leben – fünf Tage vor dem 111. Todestag Abraham Lincolns.

Phil Ochs ist aus unserer heutigen Perspektive also ein Beobachter des Halbzeitzwischenstands – bzw. Zweidrittel; denn als Phil Ochs mit 24 sein ersten Album veröffentichte, bereitete man sich schon auf das hundertjährige Jubiläum vor. Wie stand es also um die Gleichheit von Schwarzen und Weißen in den USA?

Die Frage ist nicht ganz ernst gemeint. Auch in deutschen Schulbüchern kann man von den bürgerbewegten 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts lesen. Wieder ist ein Präsident erschossen worden (John F. Kennedy am 22. November 1963) und vor allem in Südstaaten der USA kämpfen die Nachfahren der Sklaven einen schier aussichtslosen Kampf um Gleichheit. Eine in Deutschland wieder recht unbekannte Ikone der Bürgerrechtsbewegung ist Medgar Evers, der am 12. Juni 1963 in Jackson, Mississippi erschossen wurde. Evers war Weltkriegs-Veteran und wurde mit militärischen Ehren bestattet. Doch sein Mörder überstand in den 60ern zwei schmutzige Prozesse und wurde erst 1994 (sic!) bei einem Revisionsverfahren verurteilt. Er starb 2001 im Gefängnis.

Der Mord an Medgar Evers und die folgende Prozess-Farce schlug sich 1964 in der Singer-&-Songwriter-Szene nieder. Bob Dylan schrieb Only a pawn in their game. Und Nina Simone brachte Mississippi goddam heraus. Phil Ochs sang Too many martyrs und bezog sich darin neben Medgar Evers auch noch auf den Lynchmord des 14-jährigen Emmet Till aus dem Jahre 1955.

Nina Simones Reaktion auf den Mord an Medgar Evers geht mir besonders nahe. Das Lied wurde damals allerdings großflächig von Radiostationen boykottiert mit Verweis auf den religiöse Gefühle verletzenden Kraftausdruck im Titel. Goddam! Man fragt sich wirklich, was schlimmer ist.

In der Nacht vom 21. zum 22. Juni 1964 wurden in Philadelphia, Mississippi drei Bürgerrechtler, die Schwarzen halfen, sich für die Wahlen registrieren zu lassen, von Mitgliedern des Ku Klux Klan ermordet. Möglich wurde dies unter anderem, weil den Mördern von staatlicher Seite Informationen zum Auffenthaltsort der drei Aktivisten zugespielt worden waren. Sie hießen: James Chaney, Andrew Goodman und Michael Schwerner. Endlich 2005 (sic!) wurde Edgar Ray „Preacher“ Killen, einer der Mörder, zu dreimal 20 Jahren Haft verurteilt. 2014 verlieh Barack Obama Chaney, Goodman und Schwerner die Presidential Medal of Freedom.

Pete Seeger schrieb 1964 Those three are on my mind und Tom Paxton nannte seinen Song schlicht Goodman, Schwerner, and Chaney. Phil Ochs gab so etwas wie einen zynisch-bitteren Trinkspruch aus: Here’s to the State of Mississippi!

Die bekannteste Spur aber haben die Morde wohl in Hollywood hinterlassen. Am 9. Dezember 1988 erschien der mehrfach preisgekrönte Kinofilm Mississippi burning, der sich im freien Umgang mit dem historischen Material den Verbrechen des Ku Klux Klans widmete. Gene Hackman und Willem Dafoe untersuchen die Morde an den drei Bürgerechtlern, die hier nur die Jungs genannt werden.

Später sang Ochs das Lied – in der Tradition des Topic Singers – mit verändertem Text unter dem Titel Here’s to the State of Richard Nixon. Eddie Vedder stellte sich am 11. September 2007 in eben diese Tradition mit seiner Version: Here’s to the State of George W. Das Video zeigt Vedder beim Toronto International Film Festival, wo der Dokumentarfilm Body of war den dritten Platz des Publikumspreises erhielt. Eddie Vedder zeichnet verantwortlich für die Musik des Films. Zu der Dokumentation ist außerdem noch eine Doppel-CD erschienen, auf der neben Eddie Vedder auch andere Größen bis Giganten des politischen Liedes zu hören sind. Es ist ein äußerst interessanter Zufall, dass diese Präsentation in Toronto genau auf den 11. September fiel.

Denn in Body of war geht es um einen verwundeten Veteran des Irak-Krieges, der in Folge der Anschläge des 11. September 2001 von George W. Bush unter damals schon fragwürdigen – heute bekanntermaßen gefälschten – Gründen vom Zaun gebrochen wurde.

An den Kriegen der Vereinigten Staaten hat sich Phil Ochs ebenfalls immer wieder abgearbeitet. In seinem Song What are you fighting for heißt es:

Before you pack your rifle and sail across the sea
Just think upon the southern part of the land that you call free
Oh, there’s many kinds of slavery and we’ve found many more
I know you’re set for fightin‘, but what are you fighting for?

Heute wäre Phil Ochs 75 Jahre alt. 150 Jahre und einen Tag gibt es – offiziell – keine Sklaven mehr in den USA. Doch wir werden uns alle noch weiter anstrengen müssen, um tatsächlich die Gleichheit aller Menschen weltweit zu erreichen.

Links
http://www.stopwar.org.uk/index.php/music3/phil-ochs-what-are-you-fighting-for
http://www.loc.gov/exhibits/hope-for-america/political-songs.html
http://www.bodyofwar.com/
und immer wieder http://de.wikipedia.org/

Das Windhahn-Syndrom

Seit einigen Jahren kenne ich Winfried Völlger als einen freundlichen, ruhigen Mann, der am Montagabend in der Villa zur OpenStage Saxophon spielt. Bei einigen Liedern spielen wir zusammen – ohne vorherige Absprache, nach einem kurzen Blick, das reicht. Seiner Gestalt sieht man an, dass er eine Geschichte hat. Mit seinem weißen Vollbart bewegt er sich irgendwo zwischen griechischem Philosophen und Waldschrat. Vielleicht ist er auch ein Wilder Mann, der dem Prinzen zu Hilfe eilt. Auf jeden Fall freue ich mich jeden Montag, den ich ihn in der Villa treffe und seinem Saxophonspiel lauschen kann, wenn wir nicht gar gemeinsam spielen.

An einem dieser Abende sagt Winfried Völlger mir, dass ein Buch von ihm wieder aufgelegt wurde. Das interessierte mich. Und nach einem Feature im Deutschlandfunk über das 1983 bei Hinstorff veröffentlichten Windhahn-Syndrom bestellte ich sofort ein Exemplar der Neuausgabe des Mitteldeutschen Verlags, Halle (Saale).

Heute habe ich die Lektüre beendet. Es ist wahrscheinlich noch zu früh, um wirklich eine gute Buchbesprechung zu verfassen. Aber bevor mein Herz platzt, muss ich kurz meiner Begeisterung Ausdruck verleihen. Ich habe lange nicht ein so gutes Buch gelesen! Die DDR der frühen 80er Jahre ist so genau beobachtet. Das klingt sicher komisch, wenn ein Mensch das schreibt, der die 80er Jahre bis auf wenige Wochen Urlaub im Westen Deutschlands verbracht hat. Aber ich habe mich eingehend mit der Vergangenheit meiner mittlerweile 23-jährigen Wahlheimat Leipzig beschäftigt, um doch auch auf diesem Felde eine halbwegs gesicherte Aussage zu treffen.

Den Inhalt des über 300 Seiten starken Romans werde ich jetzt nicht wiedergeben. Begreift diesen Blog-Eintrag als eine etwas kryptische Leseempfehlung!

Links
mitteldeutscherverlag.de
voellger.de