Archiv der Kategorie: Selbstbezogen

Namenstag der Hl. Lucia

Durch die nicht dem astronomischen Jahr entsprechende Länge des Julianischen Kalenders verschob sich das Datum der Wintersonnenwende immer weiter nach Vorne. Kurz vor der Gregorianischen Kalenderreform im 16. Jahrhundert war der kürzeste Tag des Jahres am 12. Dezember. Am 13. Dezember, dem Gedenktag der Hl. Lucia, wurden die Tage also wieder länger.

Die Hl. Lucia lebte gegen Ende des dritten Jahrhunderts in Syrakus auf Sizilien. In Erwartung der baldigen Apokalypse verweigerte sie die Ehe und wurde, dadurch als Christin entlarvt, gefoltert und hingerichtet. Der von ihrem Vater zum Gatten auserwählte war von ihren Augen besonders verzaubert. Die Legende besagt, dass sie dem verschmähten Bräutigam als Antwort auf sein Werben ihre Augen auf einem Silbertablett schicken ließ und darauf in der Nacht durch eine Marienerscheinung gleich noch schönere wiedererlangte.

Zur Feier ihres Namenstages schreitet die älteste Tochter der Großfamilie frühmorgens in einem weißen Gewand mit rotem Gürtel und einem (heute meist künstlichen) Kerzenkranz auf dem Haupt und weckt die Familienangehörigen und Bediensteten zu einer Lichtprozession. Dieses Brauchtum ist heute vor allem in Schweden anzutreffen.

Das bekannte neapolitanische Volkslied Santa Lucia, welches u. a. von Elvis Presley interpretiert wurde, hat nur indirekt mit der Heiligen zu tun. Es beschreibt die Stimmung an einem späten Nachmittag und Abend an der Küste Neapels. Und neben dem Hafen liegt der historische Stadtteil Borgo Santa Lucia, welcher natürlich nach der Hl. Lucia benannt wurde.

Cover Lucias Aufbrüche

Für mich hat dieser Tag noch eine besondere Bedeutung; denn dies ist der Namenstag der Hauptperson meiner Erzählung Lucias Aufbrüche, welche ich dieses Jahr über den J. F. Steinkopf Verlag veröffentlicht habe.

Links
kirchenshop-online.de
l-iz.de
fabianwilliges.de

Promotion für Lucias Aufbrüche

Die Erzählung Lucias Aufbrüche ist seit dem 25. November offiziell raus. Jetzt geht es darum, das möglichst vielen mitzuteilen. Gestern erschien in der Leipziger Internetzeitung ein Interview, das Volly Tanner am 1. Dezember bei einem Poetry Slam mit mir geführt hat. Wenn ich jetzt so nochmal draufgucke, muss ich sagen, dass ich ganz zufrieden mit dem Interview bin. Hier findet ihr es:

http://www.l-iz.de/leben/gesellschaft/2015/12/tanners-interview-mit-fabian-w-williges

Damit ein wenig Farbe auf den Blog kommt, hier noch ein Ausschnitt aus einem Screenshot der Website:

20151204 LiZ.de Interview mit Volly Tanner

Jetzt gerade komme ich vom Weihnachtsmarkt in der Friedenskirche. Das war eine sehr schöne Veranstaltung. Die Atmosphäre zwischen Markthalle und Sakralbau. Und ein paar Bücher verkauft habe ich auch. Alles in allem also ein gelungener Tag!

VISIONALE 2015 in Leipzig (Rückschau)

Morgen vor einer Woche fand im Schauspiel Leipzig die VISIONALE 2015 statt. Der Arbeitskreis Medienpädagogik der Stadt Leipzig präsentierte unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Burkhard Jung die Nominierten und Sieger aus der Menge von 81 Medienproduktionen aus ganz Sachsen gezeigt. Als Moderator führte August Geyler durch das Programm. Ich wurde als Teil der Foto-Jury auch auf die Bühne gebeten, um kurz zu umreißen, warum die zwei Preisträger in unserer Kategorie den Sieg davontrugen. Ich muss gestehen, dass ich schon ein wenig aufgeregt war, auf der Bühne des Schauspiels zu sein.

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Die Fotografien habe ich von der offiziellen Website der VISIONALE. Den Urheber kenne ich leider nicht.Da ich auf diesen Bildern aber selbst dargestellt bin, erlaube ich mir einfach die Übernahme.

Links (Berichterstattung)
visionale-leipzig.de
info-tv-leipzig.de
mephisto976.de

Das Windhahn-Syndrom

Seit einigen Jahren kenne ich Winfried Völlger als einen freundlichen, ruhigen Mann, der am Montagabend in der Villa zur OpenStage Saxophon spielt. Bei einigen Liedern spielen wir zusammen – ohne vorherige Absprache, nach einem kurzen Blick, das reicht. Seiner Gestalt sieht man an, dass er eine Geschichte hat. Mit seinem weißen Vollbart bewegt er sich irgendwo zwischen griechischem Philosophen und Waldschrat. Vielleicht ist er auch ein Wilder Mann, der dem Prinzen zu Hilfe eilt. Auf jeden Fall freue ich mich jeden Montag, den ich ihn in der Villa treffe und seinem Saxophonspiel lauschen kann, wenn wir nicht gar gemeinsam spielen.

An einem dieser Abende sagt Winfried Völlger mir, dass ein Buch von ihm wieder aufgelegt wurde. Das interessierte mich. Und nach einem Feature im Deutschlandfunk über das 1983 bei Hinstorff veröffentlichten Windhahn-Syndrom bestellte ich sofort ein Exemplar der Neuausgabe des Mitteldeutschen Verlags, Halle (Saale).

Heute habe ich die Lektüre beendet. Es ist wahrscheinlich noch zu früh, um wirklich eine gute Buchbesprechung zu verfassen. Aber bevor mein Herz platzt, muss ich kurz meiner Begeisterung Ausdruck verleihen. Ich habe lange nicht ein so gutes Buch gelesen! Die DDR der frühen 80er Jahre ist so genau beobachtet. Das klingt sicher komisch, wenn ein Mensch das schreibt, der die 80er Jahre bis auf wenige Wochen Urlaub im Westen Deutschlands verbracht hat. Aber ich habe mich eingehend mit der Vergangenheit meiner mittlerweile 23-jährigen Wahlheimat Leipzig beschäftigt, um doch auch auf diesem Felde eine halbwegs gesicherte Aussage zu treffen.

Den Inhalt des über 300 Seiten starken Romans werde ich jetzt nicht wiedergeben. Begreift diesen Blog-Eintrag als eine etwas kryptische Leseempfehlung!

Links
mitteldeutscherverlag.de
voellger.de

Geburt und Sterben

Ich bin momentan jahreszeitlich passend ein wenig nachdenklicher und trauriger als sonst. Deshalb schreibe ich auch kaum hier auf dem Blog. Aber ich hoffe, dass sich dieser Zustand auch wieder ändern wird.

Helmut Schmidt ist heute im Alter von 96 Jahren in Hamburg verstorben. Ich werde jetzt keinen langen Nachruf verfassen. Das überlasse ich den Berufeneren. Für mich persönlich geht damit ein wichtiger Lebensabschnitt zu Ende. Helmut Schmidt war der erste Bundeskanzler, den ich bewusst als solchen erlebt habe. Außerdem ist heute der Geburtstag Martin Luthers. Aber der 10. November hat für Deutschland heute eine neue, zusätzliche Bedeutung erlangt.

Es geht voran

Seit Schulzeiten fühle ich mich berufen zu schöpferischer Tätigkeit. Vor allem dem geschriebenen Wort habe ich mich – Vorsicht! Wortspiel – verschrieben. Nun habe ich den Vertrag unterschrieben für die Veröffentlichung meiner Erzählung Lucias Aufbrüche bei der  J.F. Steinkopf Verlag GmbH. Noch ist das Buch natürlich nicht auf der Website kirchenshop-online.de zu finden. Aber in wenigen Wochen ist es soweit.

Dadurch beschwingt google ich mal wieder meinen Namen und Begriffe, die mir noch so einfallen. Ärgerlich ist, dass bei Amazon mein selbst veröffentlichter englischer Gedichtband Far From Perfect bei einer einfachen Suche nicht immer als Ergebnis angezeigt wird, da er in die Kategorie der fremdsprachigen Bücher fällt. Ich verstehe es nicht ganz, aber wer streitet sich schon mit Amazon. Ich rede nicht mal mit denen.

In der Mediathek der ARD war auch eine kleine Überraschung für mich verborgen. Adoro haben in der Abendschau des Bayerischen Rundfunk das Lied Wundervolle Welt gesungen. Der Text ist, wie viele meiner Freunde bereits wissen, von mir ins Deutsche übertragen worden. Die Aufnahme lässte sich hier anschauen: ardmediathek.de/radio/Abendschau/Adoro-mit-Wundervolle-Welt

H. P. Lovecraft in Braunschweig

Mein Bruder ist seit Jahren beim Filmfest in Braunschweig ehrenamtlich aktiv. In diesem Jahr engagiert er sich besonders mit der ersten deutschen Werkschau zu H.P. Lovecraft. Im Vorlauf des Filmfests wurde mein Bruder vom in Dresden ansässigen Deep Red Radio interviewt. Bevor ich jetzt hier Wort an Wort reihe, überlasse ich meinem Bruder das Wort:

https://soundcloud.com/deepredradio/lovecraft-at-midnight-die-erste-deutsche-werkschau-zu-hplovecraft

Link
drrshow.wordpress.com
filmfest-braunschweig.de

60. Todestag von James Dean

Heute vor 60 Jahren starb James Dean bei einem Autounfall. Er war gerade 24 Jahre alt. Häufig folgt an dieser Stelle der Satz, dass er in nur drei Filmen gespielt hat und doch Weltruhm errang. Das stimmt nicht ganz so. James Dean hat in drei Hollywoodproduktionen für das Kino eine Hauptrolle gespielt. Nur einer davon, nämlich East of Eden, kam zu seinen Lebzeiten heraus. Ein Monat nach seinem tragischen Tod erschien Rebel Without a Cause. Bei dem letzten der drei Filme Giant musste der Dean-Intimus Nick Adams einige Szenen nachsynchronisieren.

Vor diesen drei Filmen hat James Dean in anderen Kinoproduktionen kleine Nebenrollen gespielt, ohne allerdings im Abspann erwähnt worden zu sein. Außerdem sind mir zwei Werbespots mit ihm bekannt. Einer dieser Spots wurde zwei Wochen vor seinem Tod aufgenommen und ist ein Aufruf des National Safety Council zu Vorsicht im Straßenverkehr. Des Weiteren ist James Dean in einigen TV-Produktionen mit dabei gewesen. Einige davon habe ich auch schon sehen können.

Ich trat mit 11, 12 Jahren in meine persönliche James-Dean-Phase. Ich habe ihn verehrt. Er war für mich die vollendete Kombination aus Rebellion, Coolness und Anmut. Die Phase habe ich dann gemeinsam mit meiner Pubertät überwunden. Aber ein James-Dean-Fan bin ich trotzdem noch. 1954 war James Dean am Broadway in einer Theateradaption des Immoralisten von André Gide auf der Bühne. Da hätte ich sehr gern im Publikum gesessen.