Archiv der Kategorie: Allgemein

Kalender 2026-07

Dass Jesus selbst lebte auf Erden ohne Sünde,
Hat in der Makellosigkeit Mariens seine Gründe.
Du, Anna, als Matrjoschka-Heilige stehst da,
Dass man von dieser mütterlichen Reinheit künde.

Hl. Anna (1. Jh. v. Chr. / n. Chr.); Mutter der Maria und somit Großmutter Jesu; Sinnbild der Generationenfolge und der mütterlichen Frömmigkeit. Bildvorlage: »Anna selbdritt«, Leonardo da Vinci, ca. 1503–1519, Louvre, Paris.

Mein Kalender für 2026 stellt unter dem Titel “Heilige” wichtige Menschen des Glaubens vor – aus allen drei Religionen der Abrahamitischen Ökumene. Die Collagen bestehen vollständig aus Artikeln und Anzeigen der Wochenzeitung »Die Zeit« und des Zeit-Magazins. Natürlich wurden die Artikel vorher gelesen.

Kalender 2026-06

Vom Fleischtopf zum Manna
Die Wolke als Banner

Vom Standbild zum Feuer
Kein Gold-Ungeheuer

Nicht »du sollst« – »du wirst«
Denn Gott ist dein Fürst

Zehn Regeln, kein »Oder«
Zehn Regeln, kein »Und«
Nur diese zehn Regeln:
Dein göttlicher Bund

Moses (13. Jh. v. Chr.): Führer des Volkes Israel aus der Knechtschaft Ägyptens; Empfänger der Zehn Gebote und Mittler des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. Bildvorlage: Moses schreibt die Gebote auf, aus »Der Auszug aus Ägypten«, aus der Reihe »Was und die Bibel erzählt«, Kees de Kort, 1985, Stuttgart.

Mein Kalender für 2026 stellt unter dem Titel “Heilige” wichtige Menschen des Glaubens vor – aus allen drei Religionen der Abrahamitischen Ökumene. Die Collagen bestehen vollständig aus Artikeln und Anzeigen der Wochenzeitung »Die Zeit« und des Zeit-Magazins. Natürlich wurden die Artikel vorher gelesen.

Trinitatis

Trinitatis, zu Deutsch Dreifaltigkeit. Das ist das besondere Mysterium des Christentums. Im Trialog der abrahamitischen Ökumene ist das oft der Vorwurf, das Christentum sei im Kern keine monotheistische Religion, weil es die Dreifaltigkeit gibt. Doch diese Drei sind Ausprägungen des einen Gottes.

Die Serafim, eine Klasse der Engel, singen vor dem Thron Gottes, der hier von Lucas Cranach dem Älteren (1472–1553) als Gnadenstuhl mit Gottvater, gekreuzigtem Christus und dem Heiligen Geist als Taube dargestellt ist: “Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth!” — Wäre ich ein ernstzunehmender Komponist, würde ich mich hier liebend gern einreihen.

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Pfingstmontag

Der Heilige Geist wird oft entweder als Taube oder als Flamme dargestellt. Wenn wir in einer Kirche für einen lieben Menschen in Not beten, entzünden wir eine Devotionalienkerze gegen eine kleine Spende wie hier im Bremer Dom St. Petri.

Beten funktioniert nicht wie eine Amazon-Bestellung. Und in manchen Situationen sollten wir lieber direkt helfen, als für eine göttliche Intervention zu bitten. Aber das Kerzenmeer auf diesem Foto tut mir gut: Diese vielen Menschen, denen das Wohlergehen anderer Menschen so viel bedeutet, dass sie hier eingekehrt sind, um ein Gebet zu sprechen. So Gott will, werden sie in Erfüllung gehen.

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Christi Himmelfahrt

Die Himmelfahrt Christi ist in der Bildenden Kunst schon oft recht unbeholfen dargestellt worden. Und spätestens seitdem es Fahrstühle, Skilifte und Flugzeuge gibt, ist unsere Vorstellung von der Himmelfahrt stark auf das Körperliche beschränkt und so dem vernünftigen modernen Menschen kaum vermittelbar.

Jesus lebt nicht mehr unter uns, sondern ist im Himmel beim Vater. Das lässt uns erstmal etwas unsicher zurück. Aber löst uns auch von der Ortsbindung. Wir müssen nicht sein, wo Jesus ist. Wir können in der ganzen Welt leben und wirken, wie Christus uns aufforderte zu tun. Diese neue Freiheit ist genauso eine neue Verpflichtung. Dafür kommt uns in zehn Tagen der Heilige Geist zu Hilfe.

Mein Foto zeigt eine transzendente Lesart, die dann auch schon in Richtung Pfingsten weist. Wir sehen die alten Gemäuer des St. Petri Doms zu Bremen, eine Plexiglasscheibe mit einer zweisprachigen Aufforderung zu verweilen und einen modernen Menschen, der mit einem Smartphone ein Foto schießt. Ob dieses Foto von Anfang an ein Selfie werden sollte oder den Text der Plexiglasscheibe festhalten, um die Informationen weiterzusenden, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen.

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Kalender 2026-05

Gott stellt Abraham
Auf eine schwere Probe:
»Opf’re deinen Sohn!«

Doch hat der Erzvater nun
Bestanden oder gefehlt?

Abraham (2. Jt. v. Chr.); Stammvater Israels, Symbol des Glaubens und des Gehorsams gegenüber Gott; seine Opferprüfung prägt das Bild des „Glaubensvaters“ bis heute.
Bildvorlage: »Die Opferung Isaaks«, Michelangelo Merisi da Caravaggio, ca. 1603, Uffizien, Florenz.

Mein Kalender für 2026 stellt unter dem Titel “Heilige” wichtige Menschen des Glaubens vor – aus allen drei Religionen der Abrahamitischen Ökumene. Die Collagen bestehen vollständig aus Artikeln und Anzeigen der Wochenzeitung »Die Zeit« und des Zeit-Magazins. Natürlich wurden die Artikel vorher gelesen.

Ostermontag

Die Geschichte von Jesus ist voll von feministischen Ansätzen, bevor die katholische Kirche zu einem Klub von alten Männern gerann und diese über Jahrhunderte unterdrückte. Ein besonderes Beispiel ist Maria Magdalena, die als Erste den Auferstandenen am Ostermorgen sah. Ihre Frömmigkeit kann uns ein Beispiel sein.

1626 haben Peter Paul Rubens (1577–1640) und Jan Breughel der Jüngere (1601–1678) diesen Augenblick eingefangen. Rubens malte die Personen, Breughel die Pflanzenwelt.

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Karsamstag

Der Karsamstag heute ist so ein schmuckloser Tag dazwischen – noch nicht Ostern, aber auch nicht mehr der Karfreitag als Todestag. Es ist ein stiller Tag, an dem wir eingeladen sind, die Trauer und Leere Jesu Jünger nachzuspüren.

Es gibt seltene Darstellungen Jesu im Grab, die zu diesem Tag passend sind, und Darstellungen Jesu als Schmerzensmann wie diese von Lucas Cranach dem Älteren (1472–1553). Es ist weniger konkret in die Erzählung eingebettet als der Ecce homo, dem der titelstiftende Pilatus zur Seite gestellt sein kann, sondern eher eine entrückte Meditationshilfe mit allen Marterwerkzeugen und den Wunden der Kreuzigung.

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Karfreitag

Karfreitag, der traurige Höhepunkt der Karwoche: Kreuzigung und Tod Jesu Christi. Der Triumphzug zum Palmsonntag verkehrt zum Leidensweg, der Via Dolorosa.

In einem Saal der Kunsthalle Bremen sah ich viele verschiedene Plastiken in einem merkwürdigen Zug aufgereiht. Ich kann nicht sagen, was die Kuratoren der Kunsthalle mit diesem Zug aussagen wollten. Von hinten fotografiert, erinnert es mich an den Leidensweg Jesu durch die Straßen von Jerusalem – gegeißelt, verspottet, gekrönt mit einer Dornenkrone. Und die Schaulustigen erfreuen sich an fremdem Leid, ohne zu ahnen, was hier gerade Weltbewegendes geschieht.

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Gründonnerstag

Am Gründonnerstag nimmt die Geschichte um die Passion Jesu richtig Fahrt auf. Erst feiert er mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl, welches seitdem für Christen in der Welt eine wichtige heilige Handlung darstellt, dann betet er im Garten von Gethsemane und wird von Judas verraten, bevor er schließlich die ganze Nacht vom Hohen Rat, von Herodes und von Pilatus verhört wird.

Diese Darstellung des letzten Abendmahls habe ich im Bremer Dommuseum gesehen. Es war der Giebelschmuck einer Sakramentsnische (Anfang des 15. Jahrhunderts). In der Schale vor Jesus hat sich das Brot nach seinen berühmten Einsetzungsworten in ein Lamm verwandelt. Jesus selbst ist das Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird.

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