Schlagwort-Archiv: Heilige

Kalender 2026-08

Kyrill von Alexandria stellt gegen den römischen Kaiser
Den Sterbetag Jesu Mutter als hohen Festtag heraus.

Maria aus Nazareth (um 18 v. Chr. – nach 33 n. Chr.); Mutter Jesu, in der Kirche als Theotokos (=Gottesgebärerin) verehrt; Symbol der Reinheit, Hingabe und des Glaubens. Bildvorlage: »Sixtinische Madonna«, Raffaelo Sanzio da Urbino, gen. Raffael, 1513, Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden.

Mein Kalender für 2026 stellt unter dem Titel „Heilige“ wichtige Menschen des Glaubens vor – aus allen drei Religionen der Abrahamitischen Ökumene. Die Collagen bestehen vollständig aus Artikeln und Anzeigen der Wochenzeitung »Die Zeit« und des Zeit-Magazins. Natürlich wurden die Artikel vorher gelesen.

Kalender 2026-07

Dass Jesus selbst lebte auf Erden ohne Sünde,
Hat in der Makellosigkeit Mariens seine Gründe.
Du, Anna, als Matrjoschka-Heilige stehst da,
Dass man von dieser mütterlichen Reinheit künde.

Hl. Anna (1. Jh. v. Chr. / n. Chr.); Mutter der Maria und somit Großmutter Jesu; Sinnbild der Generationenfolge und der mütterlichen Frömmigkeit. Bildvorlage: »Anna selbdritt«, Leonardo da Vinci, ca. 1503–1519, Louvre, Paris.

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Kalender 2026-06

Vom Fleischtopf zum Manna
Die Wolke als Banner

Vom Standbild zum Feuer
Kein Gold-Ungeheuer

Nicht »du sollst« – »du wirst«
Denn Gott ist dein Fürst

Zehn Regeln, kein »Oder«
Zehn Regeln, kein »Und«
Nur diese zehn Regeln:
Dein göttlicher Bund

Moses (13. Jh. v. Chr.): Führer des Volkes Israel aus der Knechtschaft Ägyptens; Empfänger der Zehn Gebote und Mittler des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. Bildvorlage: Moses schreibt die Gebote auf, aus »Der Auszug aus Ägypten«, aus der Reihe »Was und die Bibel erzählt«, Kees de Kort, 1985, Stuttgart.

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Kalender 2026-05

Gott stellt Abraham
Auf eine schwere Probe:
»Opf’re deinen Sohn!«

Doch hat der Erzvater nun
Bestanden oder gefehlt?

Abraham (2. Jt. v. Chr.); Stammvater Israels, Symbol des Glaubens und des Gehorsams gegenüber Gott; seine Opferprüfung prägt das Bild des „Glaubensvaters“ bis heute.
Bildvorlage: »Die Opferung Isaaks«, Michelangelo Merisi da Caravaggio, ca. 1603, Uffizien, Florenz.

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Kalender 2026-04

Ihr Haar.
Ihr ebenholzfarbenes Haar,
Offen, auf ihre Schultern fallend,
Diese fast bedeckend.
Halb vor Scham
Und halb aus Freiheitsdrang.

Ihre Augen.
Ihre nussbraunen Augen,
Groß, keine Treue heuchelnd,
Diese missachtend.
Trotz des Ekels
Und trotz der Drohungen.

So steht sie vor mir,
Die Sünderin!
Ganz Mensch,
Und doch ein bisschen mehr.

Maria aus Magdala (1. Jh.); Zeugin der Auferstehung Jesu; in der christlichen Überlieferung als Büßerin, Jüngerin und Verkünderin des Ostermorgens verehrt. Bildvorlage: Yvonne Elliman (*1951) als María Magdalena in Jesus Christ Superstar, Regie Norman Jewison, 1973, USA.

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Kalender 2026-03

Eines Tags nach langem Fasten
Trat ein Engel auf mich zu.
Gleich vergaß ich Alltagslasten;
Über mich kam Seelenruh.

Und der Engel sprach: »Zu Ehren
Unsrer höchsten Majestät
Soll ich dich die Wahrheit lehren,
Die verfälscht in Büchern steht.«

Darauf redete er Stunden
Und ich lauschte jedem Wort.
Dass auch dein Herz soll gesunden,
Trage ich die Botschaft fort.

Mohammad (um 570 – 632); Prophet des Islam; in der Offenbarung des Korans durch den Engel Gabriel berufen, die Botschaft der Einheit Gottes zu verkünden. Bildvorlage aus: »Siyer-i Nebi«, Mustafa ben Yusuf, Erzurum, 1388, hier: »Prophet Mohammad gibt dem neu geborenen Imam Ali seinen Namen«, eine von 814 Miniaturen von Lütfi Abdullah zu diesem Buch, 1595, Istanbul. Üblicherweise wird der Prophet ohne Gesicht dargestellt.

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Kalender 2026-02

Agathenzettel
In einem Riss im Türsturz
Noch vom Vormieter

Hl. Agatha (um 230 – 251); sizilianische Jungfrau und Märtyrerin, Schutzheilige gegen Feuer und Krankheit; ihr Name lebt in alten Haussegen fort, den sogenannten Agathenzetteln.
Bildvorlage: »Agatha von Sizilien, Gemäldezyklus für die Kameliter Kollegiatskirche San Alberto in Sevilla«, Francisco de Zubarán, ca. 1630–1633, Musée Fabre, Montpellier.

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Kalender 2026-01

Soldat, sei sanftmütig
Erkenne echte Erhabenheit
Bedenke binärer Bedingungen
Akzeptiere alle Alternativen
Sei stets standhaft
Trinität triumphiert total
Ideale Integrität inspiriert
Anmut atmet Absolutheit
Notwendigkeit neidet nichts

Hl. Sebastian (3. Jh.); römischer Offizier und geheimer Christ; unter Kaiser Diokletian wegen seines Glaubens mit Pfeilen durchbohrt – Sinnbild der Treue und Standhaftigkeit.
Bildvorlage: Agnolo di Cosimo di Mariano, genannt Bronzino, »Portrait eines jungen Mannes als Sankt Sebastian«, ca. 1533, Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid.

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Kalender 2026-Titel

Der Kalender für 2026 ist fertiggestellt. Es geht um Heilige. Allerdings deute ich den Begriff etwas weiter und freier. So findet sich unter meinen Heiligen auch Martin Luther, der große Kritiker der katholischen Heiligenverehrung. Im Sinne der Abrahamitischen Ökumene habe ich auch alttestamentliche Personen und Mohammad in den Kreis der Heiligen aufgenommen. Die Titelheilige des Kalenders ist Perpetua. Die präsentiere ich schon heute:

Das Leid der Welt will nimmer schwinden,
Voll Bangen schauen wir gebannt voraus.
Krieg, Hunger, Tod – oh, weh! in allen Winden
Umweht uns tiefe Angst, befällt uns Graus.

Ganz ohne Furcht ergab sich die Perpetua
Ins dunkle Schicksal und des Henkers Hand.
Geleitet wohl von ihren Träumen wunderbar
Aus alten Schriften ist uns das bekannt.

Ach, diese Festigkeit und Sicherheit im Glauben,
Die mag so manchem fehlen (wie auch mir).
Doch sollten Sorgen dir die Nachtruh rauben,
Sprich nur ein Wort – wir teilen sie mit dir.

Hl. Perpetua (um 181 – 7. März 203); junge Mutter aus Karthago, mit ihrer Gefährtin Felicitas zum Tod durch wilde Tiere verurteilt; eine der frühesten Märtyrinnen, deren Bericht teilweise eigenhändig überliefert ist. Bildvorlage aus: Wilhelm Auer von Reisbach, »Illustrierte Heiligen-Legende für Schule und Haus. Mit Bild, Leben eines Heiligen, Lehre und Gebet für jeden Tag des Jahres«, Carl August Seyfried & Comp., 1890, München

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Pfingsten – Der Geburtstag der Kirche

Von den drei wichtigsten Festen im Christentum ist das Pfingstfest wohl das am wenigsten prominente. Weihnachten und Ostern haben ihren festen Platz im Kalender der Familienfeiern. Zu Pfingsten kann man alles mögliche unternehmen. Die ursprüngliche Bedeutung dieses Tages stört da wenig.

Das ist schade; denn das Pfingstfest ist der Augenblick, zu dem wir endgültig in dei Pflicht genommen werden. Es ist das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes. Die Apostel, die nun 40 Tage mit dem Auferstandenen gelebt haben, sich dann von ihm zur Himmelfahrt endgültig verabschieden mussten, werden heute – 10 Tage später – durch den Heiligen Geist befähigt, in vielen Sprachen zu sprechen. Es ist als eine Aufhebung der Sprachverwirrung von Babel zu verstehen.

Dargestelt wird dieser Augenblick der Ausgießung oft mit Flammen über den Häuptern der Apostel, wie in diesem Relief aus dem Erfurter Dom zu sehen ist.

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Wer nunvom Heiligen Geist beseelt ist, steht in der Nachfolge Christi. Deshalb nennt man das Pfingstfest auch den Geburtstag der Kirche. Die erste Gemeinde bildet sich gleich nach der ersten Predigt Petri:

Als sie aber das hörten, ging’s ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun? Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.

Apostelgeschichte 2, 37–39

Das zweite Bild stammt aus Konstantinopel im 11. Jahrhundert und ist in den Staatlichen Museen zu Berlin zu sehen. Hier werden nicht nur die Apostel, sondern auch gleich der byzantinische Kaiser Basileus zum Gefäß des Heiligen Geistes.

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