Zahra (Kimiya) Bakhtiyari kommt aus Afghanistan. Sie lebt in Leipzig. Kimiya hat „Wenn du nicht da bist …“ ins Persische (Dari) übersetzt. Sie schreibt:
وقتی تو پیشم نیستی، من حس می کنم کامل نیستم
وقتی تو پیشم نیستی، البته که من هنوز هستم
ولی محرومم از انجام دادن یک وظیفه ی مهم
آن وقت است که من احساس بدرد نخور بودن می کنم
In mittlerweile 25 Sprachen ist „Wenn du nicht da bist …“ erhältlich im lokalen Buchhandel, über Amazon und bei Epubli.
Nino Chokhonelidze kommt aus Georgien. Sie lebt in Leipzig. Nino hat „Wenn du nicht da bist …“ ins Georgische und ins Russische übersetzt. Sie schreibt:
როდესაც შენ აქ არ ხარ,
მე თავს რაღაც არასრულყოფილად ვგრძნობ.
როდესაც შენ აქ არ ხარ,
მართალია, მე მაინც ვარ,
მაგრამ მნიშვნელოვანი მოვალეობისგან გაძარცვული.
თავს ისე უფუნქციოდ ვგრძნობ.
Когда тебя нет, я чувствую себя неполноценным.
Когда тебя нет, я конечно все еще там –
но я лишен важной задачи.
Тогда я чувствую себя такой бесполезной.
In mittlerweile 25 Sprachen ist „Wenn du nicht da bist …“ erhältlich im lokalen Buchhandel, über Amazon und bei Epubli.
George Sayegh kommt aus Syrien. Er lebt in Breslau. George hat „Wenn du nicht da bist …“ ins Armenische und ins Polnische übersetzt. Er schreibt:
Շատ մը բաներ քո բացակայ եղած ժամանակ ինծ պակաս են: Երբ ներկայ չես … Ես տկար ու ուժաթափ եմ, նոյնիսկ իմ կեանքի ուղղութիւնը ինծ համար անյայտ է: Ուրեմն ես կարող չեմ ոչ մէկ բան որոշել:
Kiedy nie ma Cię w pobliżu,
czuję się jakoś niekompletny.
Kiedy nie ma Cię w pobliżu,
ja nadal oczywiście jestem w pobliżu.
Ale jestem pozbawiony ważnego zadania.
Ale potem czuję się tak – niesprawny.
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Kristýna Straková kommt aus Tschechien. Sie lebt in Leipzig. Kristýna hat „Wenn du nicht da bist …“ gemeinsam mit Adél Obermajerová ins Tschechische übersetzt. Sie schreiben:
Když tu nejsi, cítím se tak nějak neúplně.
Když tu nejsi, já tu jsem – samozřejmě.
Ale je mi, jako bych byl okraden o důležitý úkol.
Cítím se tak nějak bez funkce.
In mittlerweile 25 Sprachen ist „Wenn du nicht da bist …“ erhältlich im lokalen Buchhandel, über Amazon und bei Epubli.
Ich schieße nur die Fotos. Für die Tore sind die Spieler zuständig. Doch während das Schießen eines Fotos grundsätzlich immer möglich ist, muss ein Tor im Teamplay herausgearbeitet werden.
Während des Spiels bin ich ganz polarisiert. Wir gegen sie – selbstverständlich nach den Regeln des Sports. Und nach dem Abpfiff muss es sofort vorbei sein. Beleidigungen der Gegner haben da nichts zu suchen, genauso wie Hangreiflichkeiten.
4:2 hat Grimma dem Torverhältnis nach gewonnen. In Sachen Sportlichkeit bin ich mir da nicht ganz so sicher.
Für mich war es das letzte Training im Juli, weil ich die nächsten beiden Wochenende sehr wichtige andere Termine habe. Aber der FC Mohajer Leipzig trainiert und spielt auch, wenn keine Kamera mit dabei ist. Für den vergangenen Sonntag können meine Fotos aber noch als Beweis dienen.
Und als ob ich etwas von vornhinein ausgleichen wollte, habe ich deutlich mehr Bilder gemacht als sonst. Na ja, es schadet ja nicht.
Und noch ein Panorama und die Bildfolgen, die ich so gern erstelle:
Das tote Pferd – die Dakota-Indianer nahmen es als ein redensartliches Beispiel dafür, endlich einzusehen, dass eine Strategie falsch ist: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab. Und in England weiß man, dass man durch das Schlagen eines toten Pferdes keine Verhaltensänderung bewirken kann.
In Wuppertal und Leipzig hat sich ein junges Künstlerkollektiv das tote Pferd genannt. Ich habe mit ihnen noch nicht über den Grund für ihren Namen gesprochen. Es ist gut möglich, dass sie sich der lebenspraktischen Sichtweise der Dakota verweigern.
Ich habe zwei dieser toten Pferde, nämlich Paul und Elias bei der OpenStage in der VILLA kennengelernt, in den seligen Zeiten vor Corona. Jetzt haben wir uns mal zum Austausch von Lyrik und einer Flasche Rotwein getroffen. Zwei Porträts sind auch noch dabei herausgekommen. Da reizte es mich, gleich mal zwei Collagen zu gestalten. Und ich bin gespannt auf ihren Lyrikband, den sie bald veröffentlichen wollen.
Heute habe ich auf den Nachrichtenseiten ein Foto von dem jungen Mann aus Afghanistan gefunden, der den Brand des Autos im Iran am 3. Juni überlebt hat. Sein Satz Give a bit of water, I am burning aus dem viral verbreiteten Video ist zum Hashtag #Iamburning oder #Iamburnt geworden, ähnlich dem #Icantbreathe des George Floyds.
Nun hat der afghanische Botschafter im Iran den jungen Mann im Krankenhaus besucht. Ein Foto, das die Botschaft veröffentlicht hat, möchte ich hier auch zeigen. Es zeigt den Botschafter Abdul Ghafoor Liwal im Gespräch mit dem Verletzten in Yazd, Iran am 6. Juni. Man beachte, dass der Patient mit einer Handschelle ans Krankenhausbett gefesselt ist.
Es gibt so Tage, da kann ich meinen Geist nicht auf ein Thema fokussieren. Ich meine damit keine klassische Konzentrationsschwäche, sondern die Vielschichtigkeit der Welt, die mit unzählbar vielen Ereignissen auf das Individuum herniederdonnert. Jedes dieser Ereignisse wäre meiner Aufmerksamkeit würdig. Heute kann ich keine einfache Top-Five-Liste erstellen. Aber eine bestimmte Reihenfolge sowie thematische Gewichtung werde ich auch hier einhalten.
Heute vor 111 Jahren wurde Bernhard Klemens Maria Hofbauer Pius Grzimek (1909–1987) geboren. Ich habe zur Schnapszahl mal alle Vornamen spendiert. Man kennt ihn vor allem als Tierfilmer und mit seinem Nachnamen. 1960 war er der erste Deutsche, der nach dem Zweiten Weltkrieg einen Oscar gewann. Sein Werk: Serengeti darf nicht sterben. Von 1945 bis 1974 war er der Direktor des Frankfurter Zoos.
Auf den Tag genau zwei Jahre später wurde Karl August Fritz Schiller (1911–1994) geboren. Er war in der ersten Großen Koalition unter Kanzler Kiesinger (und darüber hinaus) der erste sozialdemokratische Wirtschaftsminister. Er ist der Vater des Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft von 1967, das ich in meinem Unterricht als Magisches Viereck behandle. Mittlerweile sind jedoch noch zwei Ecken hinzugekommen.
Auch Elisabeth Veronika Mann Borgese (1918–2002) erblickte am 24. April das Licht der Welt. Das fünfte Kind Thomas Manns bemühte sich gemeinsam mit ihrem Gatten Giuseppe Antonio Borgese (1882–1952) um eine Weltverfassung. 1970 war sie Gründungsmitglied des Club of Rome. Weiterhin war sie eine treibende Kraft hinter dem Seerechtsübereinkommen der UN 1982 und der Gründung eines Internationalen Seegerichtshofs 1996. Ihr ist mein Beitragsbild, der Strand von Baltrum, gewidmet.
Heute haben wir vom Tod Norbert Blüms (1935–2020) erfahren. Er war in jedem Kabinett Helmut Kohls als Minister vertreten. Er führte die Pflegeversicherung ein und reformierte das Rentensystem. In diesem Zusammenhang fiel auch sein berühmtester Satz: Die Rente ist sicher. Mich hat Blüm meine gesamt Entwicklung über, vom unmündigen Kind zum politisch Interessierten Erwachsenen, begleitet. Ich möchte hier die Video-Aufzeichnung der Debatte zur Rentenreform wiedergeben. Wer nicht die ganzen 50 Minuten schauen will, ab Minute 26 wird es interessant.
Fridays for Future ist noch immer aktuell und stark. Die Maßnahmen zur Corona-Krise haben gezeigt, dass auch in westlichen Demokratien die Fähigkeit zu schnellem und beherztem Handeln vorhanden ist. Warum nun, fragt man sich, hören Politiker bei Corona auf die Wissenschaftler, beim Klima aber nicht. Heute ist ein virtueller Streiktag.
Gestern hat Donald Trump den Ärzten empfohlen, darüber nachzudenken, den Corona-Patienten Desinfektionsmittel zu spritzen. Es vergeht eigentlich kein Tag, wo ich nicht denke, da kann Trump eigentlich keinen mehr draufsetzen. Hier hat er den Gipfel erreicht. Und jeder weitere Tag belehrt mich eines Besseren. Der Songwriter und Satiriker Roy Zimmerman (*1957) hat vor wenigen Tagen ein schönes Video gepostet, das sich zurzeit viraler verbreitet als Corona.