
Die Himmelfahrt Christi ist in der Bildenden Kunst schon oft recht unbeholfen dargestellt worden. Und spätestens seitdem es Fahrstühle, Skilifte und Flugzeuge gibt, ist unsere Vorstellung von der Himmelfahrt stark auf das Körperliche beschränkt und so dem vernünftigen modernen Menschen kaum vermittelbar.
Jesus lebt nicht mehr unter uns, sondern ist im Himmel beim Vater. Das lässt uns erstmal etwas unsicher zurück. Aber löst uns auch von der Ortsbindung. Wir müssen nicht sein, wo Jesus ist. Wir können in der ganzen Welt leben und wirken, wie Christus uns aufforderte zu tun. Diese neue Freiheit ist genauso eine neue Verpflichtung. Dafür kommt uns in zehn Tagen der Heilige Geist zu Hilfe.
Mein Foto zeigt eine transzendente Lesart, die dann auch schon in Richtung Pfingsten weist. Wir sehen die alten Gemäuer des St. Petri Doms zu Bremen, eine Plexiglasscheibe mit einer zweisprachigen Aufforderung zu verweilen und einen modernen Menschen, der mit einem Smartphone ein Foto schießt. Ob dieses Foto von Anfang an ein Selfie werden sollte oder den Text der Plexiglasscheibe festhalten, um die Informationen weiterzusenden, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen.
