Eilfertig nickend
Bringt der Vogel Salomos
Göttliche Kunde.Ach, hätten wir doch den Geist,
Den Wiedehopf zu versteh’n!
Das Bundesamt für magische Wesen ist, da muss ich hier auf meinem Blog die Illusion gleich zerstören, natürlich kein offizielles Bundesamt. Hier beginnt auch nicht eine wilde Verschwörungserzählung.
Das BAfmW ist eine Plattform im Netz, ein Verlag (?) und auf jeden Fall eine lustige Idee, im Bereich Horror und Fantasy den Umsatz zu steigern. Der Auftritt im Netz, die Firmenwagen und der Stand auf der Leipziger Buchmesse (wenn es denn mal wieder eine geben wird) erwecken den Eindruck eines offiziellen Amtes, mit Drachen statt Bundesadler als Wappentier. Auf der Website des Bundesamts gibt es ein Autorenverzeichnis. Und gestern habe ich gesehen, dass ich drin gelsitet bin: Fabian W. Williges
Der Eintrag beginnt stilsicher aus magischer Sicht: Fabian W. Williges veröffentlicht Bücher und Romane, die das Bundesamt für magische Wesen als FMSK 18 klassifiziert hat. Zu den Veröffentlichungen gehören Publikationen wie „Lucias Aufbrüche „. Die Bücher erscheinen im Steinkopf, J F und sind im Onlinebuchshop des Bundesamtes für magische Wesen bestellbar.
Später heißt es noch folgerichtig: Das Bundesamt für magische Wesen weist im Sinne des Schutzes von Jugendlichen magischer wie nichtmagischer Herkunft darauf hin, dass Bücher wie „Lucias Aufbrüche “ die geistige, seelische und körperliche Unversehrtheit junger Hexen, Vampire, Elfen und Werwölfe sowie queerer Jugendlicher gefährden können.
Vielleicht hätte des Bundesamt etwas weiter recherchieren sollen. Dann hätte es auch andere Bücher oder Einzelbeiträge von mir gefunden, wie z.B. meine Ballade Der Knappe von Schloss Champtocé, in dem es schließlich um einen historischen Satanisten geht.
Zu finden ist diese Ballade in der 7. Geisterspiegel-Antologie Dark Creatures und in meinem Gedichtband Zeitenwende.
Links
http://www.bafmw.org/
https://www.geisterspiegel.de/
https://www.epubli.de/shop/buch/Zeitenwende
Schon seit 2017 schaue ich mit großem Interesse Werbespots, die in muslimischen Ländern während des Ramadan ausgestrahlt werden. Der Kommerz zum Ramadan ist in etwa mit dem zur Advents- und Weihnachtszeit zu vergleichen. Das heißt, aus religiöser Sicht kann man das auch ablehnen. Aber die Werbespots zeigen doch immer Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Ich mag diese Videos. Vielleicht teilt ihr ja meine Faszination.
Für eine Top-Five-Liste haben mir dieses Jahr einfach zu viele gefallen. Deshalb möchte ich hier ganze zwölf Werbspots vorstellen – in einer ungefähren Rangfolge:
12. Cottonil – Hakim im Ballon über Ägypten
11. McDonald’s Singapore – Happy Ramadan Tale
10. Coca-Cola Pakistan – Das Herz des Schwiegervaters
09. Orange Ägypten – Das Leben als Jahrmarkt und Gartenfest
08. Ooredoo Qatar – Durch Türen in neue Welten
07. Etisalat VAE – Keiner soll einsam sein
06. KFC Pakistan – Armenspeisung modern
Bei muslimischen Festen ist es üblich, einen Teil des Essens für die Armenspeisung zu spenden. Die Fast-Food-Ketten bieten eine moderne Lösung für diese Tradition. Und ein Vater mit seinen zwei Kindern weiß dies segensreich zu nutzen.
05. Meethaq – Islamic Banking im Ramadan
Banken sind in allen Religionen und Kulturen eine besondere Art von Unternehmen. Der westliche Kapitalismus ist mit ihnen verbunden. Der Werbespot thematisiert offensiv die Diskrepanz zwischen arm und reich.
04. Shan Foods Pakistan – Liebe geht durch den Magen
Ein Mädchen aus Pakistan wird von einem westlichen – wahrscheinlich englischen – Eheparr mit Kinderwunsch adoptiert. Sie fühlt sich fremd und mag nicht einmal essen. Doch dann kocht die Adoptivmutter mit Lebensmitteln aus dem Orient.
03. Vodafone Qatar – Be the Change
Ein roter Ramadan-Engel verbreitet Nächstenliebe. Unter besagtem Motto vernetzt ein Mädchen viele andere Menschen mit ihren Sorgen und Nöten. So findet sie schnell gute und bestechend einfache Lösungen für alle.
02. Surf Excel – Wenn Flecken sie Seele reinigen
Das Leben ist schmutzig. Gut, dass es dieses Waschmittel aus Pakistan gibt, dessen Werbespots jedes Jahr in meiner Liste auftauchen. Dieses Mal bemalen die Arztkinder ihre Kleidung, um in der Kinderstation der Klinik Freude zu verbreiten. Und es gelingt.
01. Zain – Menschlich bleiben in dunklen Zeiten
Zain ist mit den Werbespots zum Ramadan immer am Puls der Zeit und daher bei mir immer ganz oben. Dieses Mal singen sie gegen die Angst vor dem Dritten Weltkrieg an. Und sie zitieren auch diesen unsäglichen Bericht aus England, dass es sich dieses Mal um Flüchtlinge handle, die „wie wir“ seien.
Den Musikwissenschaftler Richard Limbert habe ich in der VILLA bei einer OpenStage am Montagabend kennengelernt. Er ist ein freundlicher, gesprächiger, musikalischer und nicht ganz dummer Zeitgenosse, dem ich gern beim Musizieren zuhöre oder mit ihm in ein Gespräch versinke, was wir bisher definitiv zhu selten gemacht haben.
Gemeinsam mit Thomas Waldherr bringt Richard Limbert Key West heraus, ein historisch-kritisches Dylan- und Americana-Magazin. Und für dieses Magazin habe ich mir ein paar Gedanken über die Anfänge meienr Beziehung zum Nobelpreisträger gemacht. Die sind nachzulesen auf der Webssite des Magazins.
Ihsan Abou Said kommt aus Syrien. Er lebt in Leipzig. Ihsan hat „Wenn du nicht da bist …“ ins Arabische übersetzt. Er schreibt:
ينقصني الكثير والكثير في غيابك
عندما لا تكون موجود
أكون مسلوبا“ طاقتي وإرادتي أو حتى هدفي وتوجهي
فأنا لا أستطيع القيام بأي شيء
In mittlerweile 25 Sprachen ist „Wenn du nicht da bist …“ erhältlich im lokalen Buchhandel, über Amazon und bei Epubli.
Der Kalender für 2022 ist da: Konferenz der Vögel. Und er sieht toll aus! Ich freue mich, dass mein Experiment geglückt ist, statt menschlichen Gesichtern mal Vögel dazustellen. Ein kurzer Blick auf die Bilder:
Die Bilder präsentiere ich ab Sonnabend, den 27.11.2021 um 19:00 Uhr im Bistro BolBolani. Dort kann man den Kalender auch erstehen.