Andrew Quilty – Ein australischer Fotograf in Afghanistan

Über eine Facebook-Gruppe, die sich für den Verbleib afghanischer Flüchtlinge in Deutschland einsetzt, stieß ich auf einen Artikel aus dem TIME Magazine. Er ist vom australischen Fotografen Andrew Quilty, der seit einigen Jahren in Afghanistan lebt und arbeitet. In dem Artikel mit ausführlicher Fotostrecke geht es um eine Familie aus der Provinz Nangarhar. Nach Kämpfen finden die Kinder einen Blindgänger. Vier Familienmitglieder starben, sieben verloren mindestens ein Bein. Auf den Bildern sehen wir, wie diese Familie versucht, wieder auf die Beine zu kommen.

20181105 TIME coverDie Fotos sind nichts für zartbesaitete Personen! Aber ich finde sie sehr gut, sehr eindringlich. Das bewegende Schicksal dieser Familie aus Afghanistan wird uns nahe gebracht. Die Gewalt und Brutalität des Krieges zeigt sich in diesen Bildern jenseits von Schlachtfeldern umso gravierender. Und dann sieht man auch diese Hoffnung, den Lebenswillen. Mit Helden wie diesen Kindern kann es dann doch eines Tages auch wieder gut werden.

Andrew Quilty hat bereits einige Preise gewonnen. Mich bewegt neben dem aktuellen Fotoessay eine Strecke von afghanischen Kindern mit ihren Skiern. Beim UNICEF-Wettbewerb Foto des Jahres 2017 erhielt Quilty dafür eine Ehrenvolle Erwähnung.

Links
http://time.com/longform/afghan-family/ – Artikel mit Bildern im TIME Magazine
https://www.andrewquilty.com/ – Der Fotograf Andrew Quilty
https://www.instagram.com/andrewquilty/ – Instagram-Konto des Fotografen
https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/foto-des-jahres/wettbewerb-2017/ehrenvolle-erwaehnungen

Das erste Benefizkonzert der Rockgeschichte

Heute vor 44 Jahren fand im Madison Square Garden in New York das erste Benefizkonzert der Rockgeschichte statt. George Harrison organisierte das Concert for Bangladesh gemeinsam mit Ravi Shankar, dessen Familie aus Bangladesh stammt. Nach dem Zyklon im Herbst 1970 und Ausbruch des Bangladesh-Krieges, der letztendlich zur Unabhängikeit des bis dahin Ost-Pakistan genannten Landes von West-Pakistan (heute: Pakistan) führte, war der Strom von Flüchtlingen in Indien auf 10 Millionen Menschen angewachsen.

Eric Clapton, Ringo Starr, Billy Preston, Leon Russell, Klaus Voormann und einige andere mehr waren auf der Bühne vereint. Außerdem trat Bob Dylan zu seinem ersten Live-Auftritt seit dem Motorradunfall 1969 wieder auf die Bühne. Fast 250.000 USD brachten die Eintrittskarten zu den zwei Konzerten zusammen, welche UNICEF für die Bangladesh-Hilfe übergeben wurden. Ein Film auf VHS und eine Dreier-LP (später Doppel-CD) brachten zusätzliche Einnahmen.

Gerade mit Blick auf die heutige Situation, speziell was den Umgang mit Flüchtlingen (hier übrigens auch auf Grund von Naturkatastrophen!) angeht, kann man sich an diesen denkwürdigen 1. August 1971 mal wieder erinnern.

Das Konzert ist mittlerweile natürlich ausschnittsweise und in Gänze (s.o.) verfügbar gemacht worden. Das Album zu kaufen, ist aber immer noch eine gute Idee. Der Erlös kommt UNICEF und der George-Harrison-Stiftung zugute.

Demetri Martin gegen den Ernst der Welt

Ich habe seit dem frühen Morgen darüber nachgedacht, worüber ich heute schreibe. Ich dachte an den thüringischen Pädagogen Friedrich Fröbel, der heute vor 175 Jahren den ersten Kindergarten gründete. Ihm ist es zu verdanken, dass das Wort Kindergarten in den internationalen Sprachgebrauch übergegangen ist.

Dann dachte ich an einen besonders pingeligen Eintrag über den Sankt-Veits-Tag, der ja eigentlich am 15. Juni ist. Vor 626 Jahren fand die Schlacht auf dem Amselfeld am Sankt-Veits-Tag statt. Das ist ein Kapitel der europäischen Geschichte, das heute wieder intensiver studiert werden sollte. Es geht um die Zugehörigkeit des Balkan, den Islam und die panslawische Idee. Wie dem auch sei, nach der gregorianischen Kalenderreform rutschte der Gedenktag auf den 28. Juni, aber das möchte ich heute mal nicht weiter ausführen.

Dafür möchte ich einen griechischstämmigen amerikanischen Komiker vorstellen. Demetri Martin ist ein mittlerweile 42-jähriger Studienabbrecher, der in New York als Stand-Up-Comedian wirkt. Dem Kinopublikum wurde Martin erst 2009 mit dem Ang-Lee-Film Taking Woodstock vorgestellt, in dem er die Hauptrolle des LGBT-Aktivisten Elliot Tiber spielt. Ich wurde vor einiger Zeit bei einem Chat auf Demetri Martin aufmerksam gemacht. Auf YouTube sind ein paar seiner Shows zu finden. Zwei, die ich gestern Abend angeschaut bzw. angehört habe, sind diese: