Archiv der Kategorie: Meinung

DSC_2863_titel

Neue Trainingsleibchen für die Mannschaft

Es interessieren sich immer mehr Spieler für den FC Mohajer Leipzig. Da ist es wichtig, dass man beim Training eigenes Team und Gegner auseinanderhalten kann. Dafür hat der FC Mohajer neue Trainingsleibchen bekommen. Und ich als Teamfotograf bin auch dankbar!

DSC_2655 DSC_2657 DSC_2663 DSC_2666 DSC_2672 DSC_2684 DSC_2693 DSC_2702 DSC_2714 DSC_2725 DSC_2747 DSC_2748 DSC_2780 DSC_2781 DSC_2809 DSC_2839 DSC_2866 DSC_2889 DSC_2901 DSC_2939 DSC_2953 DSC_2969 DSC_2973 DSC_2984

Man sieht deutlich, wie wechselhaft das Wetter war: mal intensive Sonne, mal tiefe Wolken. Den Fotos sieht man außerdem an, dass ich noch den Umgang mit der Sonne lernen muss.

DSC_2861

DSC_2674 DSC_2677 DSC_2680 DSC_2687 DSC_2707 DSC_2709 DSC_2711 DSC_2713 DSC_2735 DSC_2743 DSC_2750 DSC_2755 DSC_2761 DSC_2767 DSC_2769 DSC_2778 DSC_2789 DSC_2791 DSC_2798 DSC_2802 DSC_2812 DSC_2813 DSC_2832 DSC_2838 DSC_2864 DSC_2869 DSC_2872 DSC_2880 DSC_2884 DSC_2892 DSC_2899 DSC_2908 DSC_2928 DSC_2990

Über die Freundschaft

Heute vor genau 120 Jahren wurde Antoine de Saint-Exupéry geboren. Er ist der Autor eines der bekanntesten Werke der Weltliteratur: Der kleine Prinz. Es ist als ein Kinderbuch verkleidet. Aber seine größte Wirkung entfaltet es wohl bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Es wirbt für einen neuen Blick auf die Welt und ist ein Plädoyer für die Freundschaft.

Um Freundschaft geht es auch in Carol Kings Lied You’ve got a friend aus dem Jahre 1971, in dem es auch schon von James Taylor interpretiert wurde und zwei Grammys erhielt.

Ich mag besonders die Bridge, in der es heißt:

Now, ain’t it good to know that you’ve got a friend
When people can be so cold?
They’ll hurt you, yes, and desert you
And take your soul if you let them,
Oh, but don’t you let them

Und auf diese Zeilen beziehe ich mich auch in meinem neuesten Porträt. Es zeigt Ameer, den Übersetzer meines Büchleins Wenn du nicht da bist … ins Niederländische, und seine Katze Pixar. Ob diese Katze nun gemeint ist oder der Autor des Bildes, geht ja die Allgemeinheit eigentlich nichts an. Mich erinnert es ein wenig an das letzte Gespräch des Fuchses mit dem kleinen Prinzen: Du bist zeitlebens dafür verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. – Happy birthday, Antoine de Saint-Exupéry!
IMG_20200628_221824_ediert_4

DSC_2442_TITEL

FC Mohajer vs. SV Fortuna

Endlich mal wieder ein richtiges Fußballspiel. 90 Minuten auf dem großen Feld. Mit Sonnenschein und Regenguss. Es war alles dabei diesen Sonntag. In der ersten Halbzeit war der SV Fortuna körperlich überlegen. In der zweiten Halbzeit zahlten sich die Wenidgkeit und Ausdauer des FC Mohajer aus. Am Ende stand es 4:3 und wir konnten glücklich nach Hause fahren. Mashallah!

DSC_2188 DSC_2227 DSC_2237 DSC_2263 DSC_2278 DSC_2287 DSC_2298 DSC_2318 DSC_2348 DSC_2361 DSC_2375 DSC_2388 DSC_2402 DSC_2448 DSC_2460 DSC_2488 DSC_2498 DSC_2611 DSC_2616 DSC_2620 DSC_2626 DSC_2630 DSC_2639 DSC_2645

Ich habe dabei bemerkt, dass ich eigentlich nur Kleinfelder gewohnt bin. Den großen Platz mit der Kamera abzudecken, ist tatsächlich gar nicht so einfach. Manchmal war ich schlich zu weit weg für ein wirklich crispes Bild. Aber ich bin ja schmerzfrei bei der Präsentation meiner Ergebnisse.

DSC_2198 DSC_2208 DSC_2218 DSC_2259 DSC_2297 DSC_2299 DSC_2305 DSC_2306 DSC_2315 DSC_2329 DSC_2347 DSC_2350 DSC_2370 DSC_2382 DSC_2407 DSC_2421 DSC_2427 DSC_2465 DSC_2575 DSC_2609 DSC_2615 DSC_2621 DSC_2624 DSC_2633

Mir hat das Spiel gefallen, weil auch die Stimmung gut war. Es war ein Freundschaftsspiel. Kein Grund für Aggressionen. Natürlich wollen beide Mannschaften gewinnen. Aber am Ende kann man sich immer noch in die Augen sehen.

DSC_2399DSC_2441DSC_2256 DSC_2565

Und dann mag ich ja noch Bildfolgen, bei denen man sieht, wie ein Ablauf, ein Spielzug, eine Finte, ein Foul abgelaufen ist. Ein Tor ist auch mit dabei.

Folie1 Folie2 Folie3 Folie4 Folie5 Folie6

DSC_2044_titel

Erstes Sommertraining des FC Mohajer

Jetzt ist der Sommer da! Doch für sportliche Betätigungen außerhaus hat in diesem Jahr der Frühling gefehlt. Die Jahreszeit gab es zwar schon; doch wegen Corona konnte sie nicht ordentlich genutzt werden. Die Spieler des FC Mohajer Leipzig und einige neue Interessierte stellten sich heute der sportlichen Herausforderung. Und bald werde sie so schnell und agil sein, wie ich sie im letzten Sommer kennengelernt habe. Die Bilder lassen hoffen.

DSC_1834 DSC_1843 DSC_1858 DSC_1859 DSC_1876 DSC_1885 DSC_1887 DSC_1888 DSC_1897 DSC_1909 DSC_1914 DSC_1920 DSC_1930 DSC_1946 DSC_1968 DSC_1980 DSC_1982 DSC_1991 DSC_2009 DSC_2016 DSC_2017 DSC_2021 DSC_2035 DSC_2052 DSC_2062 DSC_2064 DSC_2066 DSC_2068 DSC_2069 DSC_2071 DSC_2073 DSC_2077 DSC_2087 DSC_2090 DSC_2104 DSC_2146

Ich habe mich mit der Kamera wieder ziemlich ausgetobt. Aber was soll ich machen? Und der Speicherplatz wird ja auch immer billiger. Also, weiter:

DSC_1832 DSC_1837 DSC_1850 DSC_1856 DSC_1865 DSC_1867 DSC_1871 DSC_1875 DSC_1886 DSC_1893 DSC_1903 DSC_1911 DSC_1917 DSC_1922 DSC_1928 DSC_1957 DSC_1967 DSC_1973 DSC_1990 DSC_1997 DSC_2005 DSC_2024 DSC_2027 DSC_2032 DSC_2042 DSC_2057 DSC_2059 DSC_2065 DSC_2072 DSC_2101 DSC_2115 DSC_2123 DSC_2127 DSC_2130 DSC_2134 DSC_2142

DSC_2044

Vera_Lynn_Visits_a_Munitions_Factory,_UK,_1941_P551_cut

Vera Lynn †

Heute starb Dame Vera Lynn, The Forces’ Sweetheart genannt, im Alter von 103 Jahren. Sie hat im Zweiten Weltkrieg die Moral der britischen Truppen gestärkt und die Zivilbevölkerung über die harten Zeiten hinweggetröstet.

Bis heute ist ihr Weltkriegs-Hit We’ll Meet Again unvergessen. Geschrieben wurde das Lied 1939 von Ross Parker und Hughie Charles. Es bleibt aber verbunden mit Vera Lynn. Der bereits von Tode gezeichente Johnny Cash wählte es als das letzte Lied auf seinem letzten Album The Man Comes Around. Zuletzt beruhigte Königin Elisabeth II. ihre britischen Untertanen in der Corona-Krise mit den Worten: We should take comfort that while we may have more still to endure, better days will return: we will be with our friends again; we will be with our families again; we will meet again.

Noch in der Corona-Krise haben Theater- und Musical-Stars des Londoner West-Ends ein Video gemeinsam mit Vera Lynn erstellt:

Der Vater von Roger Waters fiel im Zweiten Weltkrieg. Für ihn erfüllte sich das Versprechen des glücklichen Wiedersehens als nicht. In der Rock-Oper The Wall verarbeitet er den Schmerz darüber in dem kurzen Lied Vera:

Does anybody here remember Vera Lynn?
Remember how she said that
We would meet again
Some sunny day?
Vera! Vera!
What has become of you?
Does anybody else in here
Feel the way I do?

Für mich gehört sie als Sängerin in eine Reihe mit:

  • Marlene Dietrich (1901–1992)
  • Lale Andersen (1905–1972)
  • Zarah Leander (1907–1981)
  • Doris Day (1922–2019)
  • Marilyn Monroe (1926–1962)

Jetzt bleiben uns noch, deren Lieder ich sehr empfehlen kann:

  • Nana Mouskouri (*1934)
  • Fairuz (*1934)

DSC_1463_titel

Afghan Lives Matter

Über die Vorgänge im Iran habe ich bereits geschrieben. Nach der großen Demonstration unter dem Hashtag #BlackLivesMatter am vergangenen Wochenende gab es heute Abend eine Demonstration zu #AfghanLivesMatter mit leider deutlich weniger deutscher Beteiligung. Das Anliegen ist aber wichtig. Und Afghanistan ist auf dem internationalen Spielfeld leider immer wieder im Abseits.

DSC_1444 DSC_1449 DSC_1450 DSC_1470 DSC_1471 DSC_1484 DSC_1485 DSC_1492 DSC_1502 DSC_1506 DSC_1518 DSC_1520 DSC_1526 DSC_1539 DSC_1580

Ich habe viele Freunde und Bekannte wiedergetroffen. Von den Reden habe ich nicht alle verstanden, weil viele auf Persisch gehalten wurden. Aber ich ahne, was sie gesagt haben.

DSC_1436 DSC_1441 DSC_1442 DSC_1446 DSC_1459 DSC_1495 DSC_1544 DSC_1546

Und noch ein paar Panoramen:

DSC_1428DSC_1432DSC_1439DSC_1463DSC_1473DSC_1479DSC_1519

 

DSC_1403_ediert_titel

Das tote Pferd

Das tote Pferd – die Dakota-Indianer nahmen es als ein redensartliches Beispiel dafür, endlich einzusehen, dass eine Strategie falsch ist: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab. Und in England weiß man, dass man durch das Schlagen eines toten Pferdes keine Verhaltensänderung bewirken kann.

In Wuppertal und Leipzig hat sich ein junges Künstlerkollektiv das tote Pferd genannt. Ich habe mit ihnen noch nicht über den Grund für ihren Namen gesprochen. Es ist gut möglich, dass sie sich der lebenspraktischen Sichtweise der Dakota verweigern.

Ich habe zwei dieser toten Pferde, nämlich Paul und Elias  bei der OpenStage in der VILLA kennengelernt, in den seligen Zeiten vor Corona. Jetzt haben wir uns mal zum Austausch von Lyrik und einer Flasche Rotwein getroffen. Zwei Porträts sind auch noch dabei herausgekommen. Da reizte es mich, gleich mal zwei Collagen zu gestalten. Und ich bin gespannt auf ihren Lyrikband, den sie bald veröffentlichen wollen.

DSC_1311_collage2 DSC_1383_collage2

Und drei Vorstufen zu den Bildern:

va1 va2 va3 vb1 vb2 vb3

 

Iran–Afghanistan Nachtrag

Heute habe ich auf den Nachrichtenseiten ein Foto von dem jungen Mann aus Afghanistan gefunden, der den Brand des Autos im Iran am 3. Juni überlebt hat. Sein Satz Give a bit of water, I am burning aus dem viral verbreiteten Video ist zum Hashtag #Iamburning oder #Iamburnt geworden, ähnlich dem #Icantbreathe des George Floyds.

Nun hat der afghanische Botschafter im Iran den jungen Mann im Krankenhaus besucht. Ein Foto, das die Botschaft veröffentlicht hat, möchte ich hier auch zeigen. Es zeigt den Botschafter Abdul Ghafoor Liwal im Gespräch mit dem Verletzten in Yazd, Iran am 6. Juni. Man beachte, dass der Patient mit einer Handschelle ans Krankenhausbett gefesselt ist.

F4D97339-5690-444B-A01C-A36998F0683D_w1597_n_r1_st

Links
https://en.radiofarda.com/
https://www.bbc.com/news/

StopKillingAfghans_titel

Afghan Lives Matter

Der Mord an George Floyd durch einen Polizisten (und stillschweigende Duldung dreier Kollegen) ging um die Welt. Das Video, das Floyds Sterben zeigt, geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Kein Wort des Hasses, kein Fluch kommt über seine Lippen. Dazu im Kontrast dieser selbstgefällige Mann mit seinen Händen in den Taschen, der es schafft, auch in mir Aggressionen zu schüren.

Die Entrüstung über diese Tat und damit die Beileids- und Solidaritätsbekundungen sind Legion, vereint unter dem Hashtag #BlackLivesMatter. Schnell kam Kritik, es seien doch nicht nur die Leben der Schwarzen, die zählten, müsste es nicht viel eher #AllLivesMatter heißen. Diesem grundsätzlich natürlich korrekten Punkt werden im Netz Beispiele und Analogien entgegengehalten, von denen ich eine vorstellen möchte, die mir sofort eingeleuchtet hat. Wenn dein Haus in Flammen steht und du andere um Hilfe beim Löschen bittest mit den Worten „Mein Haus soll nicht abbrennen“, wird dich keiner verbessern, dass doch wohl niemandes Haus abbrennen solle.

Leider kann man diese Analogie weiterführen. Denn wenn sich die gesamte Dorfbevölkerung um das Löschen eines Hauses kümmert, kann am anderen Ende unbemerkt ein weiteres Haus niederbrennen. Der Lockdown sollte uns vor Corona schützen, hat aber die Situation von Kindern verschlechtert, die Misshandlungen ausgesetzt sind. Wir leben aber in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Es gibt meist Lobbygruppen oder andere Organisationen, die ein speziellen Problem im Blick behalten.

Ein Land, was uns mit seinen Problemen immer wieder aus dem Focus gerät, ist Afghanistan. Als 2015 die weltweiten Flüchtlingsbewegungen auch Zentraleuropa erreichten, sorgte sich die empathische Hälfte Deutschlands um das Schicksal der Syrer. Migranten aus Afghanistan wurden bis in die Corona-Krise hinein abgeschoben.

Nach dem Tode George Floyds reden wir über den handfesten Rassismus, der sich in den USA in Polizeigewalt äußert, und über den etwas feineren aber nicht weniger unangebrachten Rassismus, wie er uns in Deutschland begegnet. Das ist absolut wichtig. Rassismus – genau wie Sexismus und Klassismus – sind weiter verbreitet, als man glauben mag. Es lohnt sich, immer wieder eigene Sicht- und Verhaltensweisen zu hinterfragen.

Und doch scheinen mir Kundgebungen in Deutschland gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt in den USA allzu opportun. Und wieder vergessen wir das Schicksal afghanischer Migranten, die im Iran rassistischen Angriffen ausgesetzt sind. In der letzten Zeit gab es zwei größere Vorfälle, die der europäischen Aufmerksamkeit entgangen sind.

Anfang Mai zwangen iranische Polizisten 50 Afghanen in einen Fluss zu springen. 23 von ihnen sind ertrunken. Und am 3. Juni beschossen Polizisten ein Auto mit 14 Insassen. Das Auto entzündete sich in der Folge des Beschusses und drei Afghanen im Kofferraum verbrannten bei lebendigem Leib. Eine Video-Sequenz, auf dem die Beine eines Opfers aus dem brennenden Kofferraum ragen, verfolgt mich, seitdem ich es einmal gesehen habe. Ich wollte es nicht teilen und habe stattdessen eine künstlerische Bearbeitung erstellt.

Ich bin kein Militärstratege und auch kein Manager innerhalb einer internationalen Hilfsorganisation; aber wir müssen endlich Afghanistan helfen. Es darf nicht weiter unterhalb unseres Radars bleiben. Ein Anfang sind die Hashtags: #AfghanLivesMatter, #StopKillingAfghans, #IBurned

StopKillingAfghans

Es gibt eine Online-Petition auf change.org, um die Weltöffentlichkeit in Gestalt der Vereinten Nationen auf die Lage afghanischer Flüchtlinge im Iran aufmerksam zu machen. Um Unterzeichnung wird gebeten.

hBIEwjSCDSqyKfC-800x450-noPad

Drei Artikel, aus denen ich meine Informationen bezogen habe, finden sich auf den folgenden Seiten:
https://www.rferl.org/Radio Free Liberty auf Englisch
https://english.alarabiya.net/Al Arabiya auf Englisch
https://www.bbc.com/persian/BBC auf Persisch