Schlagwort-Archive: Musik

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Wenn man selbst nicht ganz da ist …

Die Zeit der Isolation ist wahrlich eine der Einkehr. Und heute bin ich auf der Festplatte meines Rechenrs eingekehrt. Dort habe ich die Aufnahmen einer Veranstaltung aus dem Oktober 2018 entdeckt.

Wenn du nicht da bist … – eine multilinguale Lesung. So hieß die Veranstaltung. Die Übersetzer*innen meines kleinen Büchleins über das Verliebtsein und Vermissen lasen in ihrer jeweiligen Muttersprache meine Geschichte. Anna Baldauf leitete eine Gesprächsrunde über die Wonnen und Nöte des Übersetzens. Und Falko Linß sowie die Band Emerge spielten schmachtende Liebeslieder.

Und einmal spielte ich auch ein Medley aus drei Songs in a-Moll:

Die Videos werde ich in den nächsten Stunden zu YouTube hochladen.

Die Bücher in mittlerweile 19 Sprachen gibt es im Buchhandel oder direkt beim Verlag:
https://www.epubli.de/shop/autor/Fabian-Williges/2545

Corona – Wissen und Fühlen

Heute hat mein letzter aktueller Auftraggeber seine Tore geschlossen. Jetzt bin ich, wie viele andere im Land, auf mich zurückgeworfen. Ein ungewohntes, völlig neues Gefühl. Ich werde die gewonnene Zeit nutzen, meinen Schreibtisch gründlich aufzuräumen. Vielleicht finde ich auch etwas Muße, mich dem einen oder anderen Projekt zu widmen.

Thematisch werde ich aber nicht bei Corona sein. Ich arbeite langsam. Erst in der Rückschau könnte ich über dieses Frühjahr schreiben. Mein Freund, der bildende Künstler und Musiker Ihsan Abou Said ist da deutlich schneller. Er hat ein Lied eingespielt und ein Video zum tagesaktuellen Thema produziert. Es gefällt mir gut. Schaut doch mal!

Fachliche Fragen zum Coronavirus SARS CoV 2 findet ihr auf folgender Website beantwortet: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

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Ihsan Abou Said bei SagArt e.V.

Gestern war in den Ausstellungsräumen des SagArt e.V. in der Eisenbahnstraße 37 eine Vernissage des syrischen Künstlers und guten Freundes Ihsan Abou Said. Ich hatte leider nur mein Handy dabei. Das sieht man den Fotos an. Aber dass es eine sehr gelungene Verantaltung war, kann man auf den Bildern schon noch erkennen. Mir hat auch die Musik sehr gut gefallen, die in der auf dem vierten Bild zu sehenden Formation ganz spontan entstanden war.

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Die Ausstellung läuft bis zum 28. März 2020. Öffnungszeiten: Freitag 16:00–19:00 Uhr, Sonnabend 11:00–14:00 und 16:00–19:00 Uhr, Sonntag 11:00–16:00 Uhr

Ich war zum ersten Mal in den Räumen des SagArt e.V. Mir hat die Atmosphäre sofort zugesagt. Im Gespräch mit leitenden Vereinsmitgliedern habe ich dann noch erfahren, dass es in einem weiteren Raum eine Arabesken-Werkstatt gibt, die jeden Freitag von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet ist. Unter Anleitung kann man dort einen Holzhocker mit dieser so typisch orientalischen Ornamentik versehen.

Links
http://sagart.de/ – SagArt Galerie
https://arthubabudhabi.wixsite.com/ – Arbeiten von Ihsan Abou Said (etwas älter)
https://www.youtube.com/ – Musik von Ihsan Abou Said

A Scene from 'The Beggar's Opera' VI 1731 William Hogarth 1697-1764 Purchased 1909 http://www.tate.org.uk/art/work/N02437

Ein Tag der Anfänge

Noch ist Januar, der erste Monat des Jahres. Noch fühlt sich das Jahr ein bisschen neu an. Noch kann man mit etwas beginnen, was später einmal, im Rückblick, das persönliche Jahr prägen wird.

In der großen Kultur wird man sich das auch so gedacht haben. Warum sonst ist heute ein Tag der Premieren, Uraufführungen und Erstveröffentlichungen? Es sind so viele, dass ich meine geliebte Liste mal wieder verdoppeln muss. Als eine Top-Ten-Liste der Anfänge in Kunst und Kultur des 29. Januar.

  • 1728 wurde im Lincoln’s Inn Fields Theatre in London das komische Singspiel The Beggar’s Opera von John Gay uraufgeführt (siehe Beitragsbild). Die Musik dazu stellte der deutsche Komponist Johann Christoph Pepusch aus bekannten Arien und Gesängen seiner Zeit. Ziemlich genau 200 Jahre später würde Bertolt Brecht seine Adaption auf die Bühne bringen: Die Dreigroschenoper mit der Musik von Kurt Weil.
  • 1770 wurde in Weimar das komische Singspiel Die Jagd von Johann Adam Hiller uraufgeführt, bevor dieser 1789 zum dritten Bachnachfolger als Thomaskantor wurde. Das Libretto stammt von Christian Felix Weiße, der als der Erfinder der Jugendliteratur gilt und auch sonst in Leipzig kein Unbekannter ist.
  • 1781 findet am Münchner Residenztheater die Uraufführung der Oper Idomeneo von Wolfgang Amadeus Mozart statt. Mozart selbst hielt sie für seine beste Arbeit.
  • 1845 erscheint im New Yorker Evening Mirror erstmalig The Raven, das Gedicht von Edgar Allan Poe. Das Gedicht setzte Maßstäbe im Bereich der Schauerliteratur. Auch die Simpsons haben sich mit diesem Werk auseinandergesetzt (siehe Video).
  • 1917 war die Uraufführung des Dramas Die Bürger von Calais im Neuen Theater in Frankfurt am Main. Es ist der Durchbruch für den Dramatiker Georg Kaiser.
  • 1929 kam die Erstauflage des Romans Im Westen nichts Neues heraus und war durch Vorbestellungen sofort vergriffen. Erich Maria Remarque hatte zwölf Jahre an diesem Buch gearbeitet.
  • 1956 wurde Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. Therese Giehse, die bereits Brechts Mutter Courage die erste irdische Gestalt verlieh, spielt die Titelfigur.
  • 1958 erfolgte die Uraufführung des französischen Kriminalfilms Fahrstuhl zum Schafott von Louis Malle. Jean Moreau spielte die Hauptrolle und Miles Davis lieferte die Musik.
  • 1959 war die Uraufführung des zeichentrickfilms Sleeping Beauty (Dornröschen) der Walt Disney Company. Die Musik stammt von Pjotr Iljitsch Tschaikowski.
  • 1964 wurde Stanley Kubricks Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben uraufgeführt. Peter Sellers übernahm gleich mehrere Rollen in diesem Film.

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Geburtstagskinder, die nicht konnten, wie sie wollten

Heute vor 244 Jahren wurde Ernst Theodor Amadeus Hoffmann geboren, den man vor allem bei seinen Initialen E. T. A. nennt. Bekannt ist er wohl den meisten als Autor von märchenhaften Geschichten; ein Romantiker eben. Aber er war auch Jurist, Komponist, Kapellmeister und Karrikaturist (siehe Beitragsbild). Wer sagte doch gleich, dass Goethe das letzte Universalgenie gewesen wäre?

Ihn verband seit seinem 10. Lebensjahr eine innige Freundschaft mit Theodor Gottlieb von Hippel den Jüngeren, der als Adeliger die preußische Beamtenlaufbahn schneller durchlaufen konnte als der bürgerliche Hoffmann. Hippel half ihm immer wieder und saß 1822 an seinem Totenbett. Hoffmann zeichnete bereits 1803 seinen Freund und sich ganz passend als Castor und Pollux.

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Nun muss man natürlich aufpassen, in eine tiefe Männerfreundschaft zuviel hinein zu interpretieren. Aber mir scheint, dass die beiden heute vielleicht als ein Männerpaar glücklicher geworden wären. Es hat nicht sollen sein. Und ich nehme diese Spekulation zum Anlass für eine Top-Five-Liste von Geburtstagskindern des 24. Januar, die nicht konnten, wie sie wollten.

  • Publius Aelius Hadrianus (76–138) – Der römische Kaiser Hadrian ist für den Bau des Pantheons und der Engelsburg verantwortlich. Außerdem liebte er den griechischen Jüngling Antinoos, nach dessen Tod er im ganzen Reich Tempel für den Geliebten errichten ließ. Das war durchaus nicht üblich.
  • Farinelli (1705–1782) – Als Carlo Broschi geboren, wurde er im Alter von 9 Jahren kastriert, um seine Knabenstimme zu erhalten. Es ist vielleicht ein wenig einfach, ihn hier aufzunehmen. Klar ist auf jeden Fall, dass er keine vollständige erwachsene Beziehung führen konnte.
  • Friedrich der Große (1712–1786) – Der Alte Fritz war auch mal jung. Bevor er der erste Diener seines aufgeklärt-absolutistisch geführten Staates wurde, traf er mit etwa 17 Jahren den 25-jährigen Hans Hermann von Katte. Gemeinsam widmeten sie sich dem Flötenspiel und der Dichtkunst. Als der junge Friedrich vor seinem Vater nach Frankreich fliehen wollte, wurden beide gefasst. Katte wurde schließlich vor den Augen des Prinzen enthauptet.
  • Arndt von Bohlen und Halbach (1938–1986) – Er ist der Urenkel des Kanonenkönigs Friedrich Alfred Krupp, welcher durch lange Auffenthalte auf Capri in den Geruch kam, ein Päderast zu sein.  Unser Geburtstagskind brachte seine Apanage durch und rühmte sich, nicht einen Tag gearbeitet zu haben. Nicht nur der Küchenpsychologe vermutet dahinter eine Tragödie.
  • Klaus Nomi (1944–1983) – Der klassische Countertenor und schillernde Popsänger arbeitete unter anderem mit David Bowie. Mit 39 Jahren war er einer der ersten berühmten AIDS-Opfer. Das Video zeigt den Cold Song aus der Oper King Arthur von Henry Purcell.

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Geburtstag bewegter Frauen

Der 14. Januar ist ein Tag, der uns einige bedeutende Frauen geschenkt hat. Meine Auswahl ist eine Top-Five-Liste von Geburtstagen bewegter Frauen.

  • Berthe Marie Pauline Morisot (1841–1895) – Sie gilt als eine der bedeutendsten Malerinnen des Impressionismus. Sie verband eine Freundschaft mit dem Maler Édouard Manet, dessen Bruder Eugéne sie 1874 heiratete. Das hat sie aber nicht zu einem Anhängsel Manets werden lassen; es änderte aber ihren Namen.
  • Ida Dehmel (1870–1942) – Den Namen änderte die als Ida Coblenz geborene Kunstförderin zweimal: in erste Ehe zu Auerbach. In zweiter Ehe nahme sie den Namen des bedeutenden Dichters Richard Dehmel an, in dessen Werk sich deutlich ihre Spuren zeigen. Sie gründete die Künstlerinnenvereinigung GEDOK, die bis heute einen Ida-Dehmel-Preis verleiht.
  • Caterina Germaine Maria Valente (*1931) – In Deutschland kennt man sie nur als Schlagersängerin. Valente spricht aber sechs Sprachen, brachte den Bossa-Nova nach Europa, veröffentlichte Weltmusik  und arbeitete als Schauspielerin. Aber es bleibt leider wohl vor allem die deutsche Version eines US-amerikanischen Songs: Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini.
  • Luise F. Pusch (*1944) – Sie ist eine der Begründerinnen der Feministischen Linguistik. Von ihr stammt die Textsammlung: Das Deutsche als Männersprache. Diagnose und Therapievorschläge. Sie führt auch einen Blog schreibt für die Emma. und gründete 2001 den FemBio Frauen-Biographieforschung e. V.
  • Ina Deter (*1947) – 1982 proklamierte sie musikalisch Neue Männer braucht das Land. Vier Jahre später erklärte sie diesem Land: Frauen kommen langsam – aber gewaltig.

Links
https://gedok.de/
https://www.fembio.org/

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Emerge – CD und Videos

Die Band Emerge habe ich bei einem Bandmarathon in der VILLA kennengelernt. Das ist nun schon Jahre her. Nach einigen Umbesetzungen ist die Band heute wohl in ihrer Idealform mit Phillip Pavlas (Gitarre, Gesang), Wolf Albert (Bass) und Timo Schön (Schlagzeug). Am Freitag, den 8. November 2019 feiern sie ab 19:00 Uhr in der Kulturlounge den Release ihrer ersten CD Mirage.

Eigentlich wollte ich für meinen Blog einen längeren Text über die CD schreiben; Texte, Melodien, Produktion, Cover-Art. Aber irgendwie fühle ich mich doch nicht dazu berufen. Das ist nicht falsch zu verstehen! Ich mag die CD sehr. Ich von ihr begeistert. Aber in diesem Genre kenne ich mich nicht gut genug aus, um wirklich Qualifiziertes abzusondern. Viele, die Emerge zum ersten Mal hören, nennen die Band Muse als prominentes Beispiel des Musikgenres. Aber ich höre immer wieder den Hard Rock der 70er Jahre durch. Uriah Heep mit ihrem Album A Magician’s Birthday habe ich mir nochmal aufgelegt. Da höre ich doch einige Parallelen.

Zu den Songs der CD veröffentlicht Emerge auch Videos. Das erste ist bereits bei YouTube zu sehen (s.o.). Beim Dreh zu den weiteren Videos durfte ich dabei sein. Ein paar Fotos von dem Tag möchte ich gerne posten.

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Wie man sieht, ist viel Nebel im Einsatz gewesen. Das war für mich eine Herausforderung. Ich hoffe, dass die Bilder trotzdem gefällig sind.

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Geburtstage von Menschen mit nur einem Vornamen

Heute ist der Geburtstag von Angela Merkel. Dazu auch von dieser Stelle herzliche Glückwünsche an die erste Frau und erste Ostdeutsche im Bundeskanzleramt! Die Glückwünsche muss sich Frau Merkel aber teilen mit dem zwei Jahre älteren David Hasselhoff, der nicht auch heute Geburtstag hat, sondern mit seinem Gesang die Berliner Mauer zum Einsturz brachte und somit Angela Merkels Aufstieg erst ermöglichte. Oder so lautet zumindest die Legende.

Ich möchte mich mit einer Top-Five-Liste auf andere Geburtstagskinder konzentrieren, nämlich Künstler, die man lediglich unter einem (Vor-)Namen kennt. Ich sortiere nach Alter.

  • Quino (*1932) – Der argentinische Cartoonist ist vor allem durch seine Mafalda bekannt. Die stellte er auch in den Dienst von UNICEF.
  • Milva (*1939) – Runde 80 wird die italienische Sängerin in diesem Jahr. Sie sang auf italienisch und deutsch: Hurra, wir leben noch!
  • Guru (1961–2010) – In den 90er Jahren setzte sein Projekt Jazzmatazz Maßstäbe in Sachen Hip-Hop und Jazz. Er starb an Krebs.
  • Ivan (*1962) – Ein spanischer Popsänger, den ich normalerweise nicht auf dem Schirm hätte. Aus Ralph Siegels Dschingis Khan machte er Sin Amor.
  • Darude (*1975) – Der finnische DJ produzierte eine ganze Reihe von Nummer-1-Hits. Beim ESC 2019 schied er mit Look Away im Halbfinale auf dem letzten Platz aus.

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Bandmarathon XI in der VILLA

Der Bandmarathon ist mittlerweile zu einer Institution geworden. Hier zeigen die Bands, die von den VILLA-Coaches unterstützt werden, woran in den letzten Monaten gearbeitet haben. Und das konnte sich gestern Abend im VILLA-Keller mal wieder hören lassen. Mir persönlich hat die Jam-Session am Ende des Abends besonders gefallen, weil ich selbst auch auf die Bühne konnte, um mit einigen der jungen Musiker gemeinsam zu spielen. Besonderen Dank an dieser Stelle an die Band Deep in Moon aus Döbeln und an Bastian.

Die letzten beiden Bilder sind übrigens nicht von mir, sondern von Brian, der das Modell mal ausprobieren wollte.

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