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Fünf Musiker-Geburtstage

Den ganzen Tag überlege ich, wie ich den heutigen Namenstag des Hl. Thomas Morus (1478–1535) mit den Geburtstagen des Bankräubers John Dillinger (1903–1934), dem Computerpionier Konrad Zuse (1910–1995), dem großartigen Regisseur Billy Wilder (1906–2002) und dem Schriftsteller Erich Maria Remarque (1898–1970) zusammenbringe. Doch jetzt gegen Abend mit einem Glas Weißwein steht mir der Sinn nach leichterer Unterhaltung. Deshalb gibt es jetzt eine Top-Five-Liste von modernen Musikern, die heute auch ihren Geburtstag feiern. Und diesmal leben alle Geburtstagskinder noch.

  • Kris Kristofferson (*1936) – Er war einer der Highwaymen, einer Country-Super-Group mit Johnny Cash, Emil Jennings und Willie Nelson. Aber am bekanntesten ist wohl sein Song Me and Bobby McGee. Es war die letzte Aufnahme von Janis Joplin.
  • Cyndi Lauper (*1953) – Manche sehen in ihr das Vorbild für Madonna. ICh liebe vor allem drei Songs von ihr: True Colors, Time After Time und natürlich Girls Just Want to Have Fun. Diese Lieder haben meine ersten Teenager-Parties begleitet.
  • Jimmy Somerville (*1961) – Vor allem Smalltown Boy von seiner Band Bronski Beat habe ich noch im Ohr. Vor etwa 15 Jahren habe ich ihn im Werk II nicht nur gesehen, sondern auch Backstage mit ihm gesprochen.
  • Andreas „Campino“ Frege (*1962) – Um ehrlich zu sein; die Toten Hosen haben mich eigentlich nie interessiert. Sie waren natürlich irgendwie immer da. Aber für mich nur Hintergrundmusik. Die politischen Äußerungen Campinos aus den letzten Jahren haben ihn mir allerdings näher gebracht.
  • Michael Wendler (*1972) – Er ist Vertreter einer Popkultur, die mir egaler kaum sein kann. Aber er hat nunmal heute Geburtstag und ich brauchte einen Fünften für meine Top-Five-Liste 😉

Herzlichen Glückwunsch allen musikalischen Geburtstagskindern!

Pete_Seeger_NYWTS

Zehn musikalische Geburtstage

Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen Musik in der Luft liegt. Nicht des aktuellen Wetters wegen. Das ist ja eher untypisch für einen Mai des 21. Jahrhunderts. Aber ich habe seit langer Zeit wieder mal ein Lied geschrieben, bzw. ein bestehendes Lied in die deutsche Spreche herüber gerettet. Ich denke, am nächsten Montag werde ich es in der VILLA zuur OpenStage spielen.

Heute ist außerdem einer dieser Tage, der unserer Welt bedeutende Musiker geschenkt hat. Deshalb eine meiner geliebten Top-Five-Listen von Musikern, die heute Geburtstag feiern (in zeitlicher Reihenfolge), die ich auf Grund der besonderen Häufung auf eine Top-Ten-Liste erweitere:

  • Bing Crosby (1903–1977) – Er lieh White Christmas von Irving Berlin seine Stimme. Gemeinsam sind sie unsterblich und zur Zeit auf Platz zwei der größten Verkaufserfolge aller Zeiten (nach Candle in the Wind).
  • Colorado Pete (1909–1969) – Er war einer der Singin‘ Cowboys der 30er und 40er Jahre. Er war vor allem ein Radio-Phänomen. KMBC 980 Kansas City – Brush Creek Follies ist teilweise bei YouTube zu finden und tatsächlich höhrenswert.
  • Pete Seeger (1919–2014) – Der linke Umweltaktivist war über Jahrzehnte das Epizentrum der US-amerikanischen Folk-Szene. Sein Erbe sind unvergessliche Songs wie: Where Have All the Flowers Gone, We Shall Overcome und If I Had a Hammer.
  • Dave Dudley (1928–2003) – Er machte den Cowboy der Country-Musik zum Fernfahrer. Ich liebe sein Lied Six Days on the Road. In Deutschland haben Truck Stop ihm einen Song verehrt: Ich möcht‘ so gern Dave Dudley hörn.
  • James Brown (1933–2006) – Beim Godfather of Soul fällt es mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Daher nur ein paar Songtitel, die für sich sprechen: I Got You (I Feel Good), It’s a Man’s Man’s Man’s World, Sexmachine, Living in America.
  • Georges Moustaki (1934–2013) – Édith Piaf, Dalida und Yves Montand sangen seine Lieder. Er komponierte und textete. Von ihm stammt beispielsweise der Text des großartigen Milord.
  • John Primer (*1946) – Er hat in den Bands von Willie Dixon und Muddy Waters gespielt. Aber auch als Frontmann macht er eine gute Figur. Ach, es gibt so viele Musiker, die man einfach nicht genug würdigt. Und die Zeit ist so begrenzt.
  • Mary Hopkin (*1950) – Mit 18 Jahren sang sie ihren Hit Those Were the Days, den man bis heute kennt. Zwei Jahre später brachte sie mit Knock Knock Who’s There dem Vereinten Königreich beim Grand Prix (jetzt ESC) einen respektablen zweiten Platz.
  • Rea Garvey (*1973) – Man kennt den gebürtigen Iren wohl vor allem als Frontmann der Band Reamonn und als Coach bei The Voice of Germany.
  • Sidney Royel Selby III (*1997) – Unter dem Namen Desiigner brachte er den Rap-Song Panda heraus, der von Billboard auf Platz 24 der 100 wichtigsten Songs 2016 gelistet wird. Mich verstört das Video ein wenig. Aber Kanye West hat den Song bereits versampelt.

Sie passt nicht direkt in diese Liste. Aber ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass heute vor 128 Jahren die sächsische Mundartdichterin Lene Voigt geboren wurde. Ihre Säk’schen Glassigger zeugen von einer hohen Musikalität der Leipzigerin. Herzlichen Glückwunsch!