Namenstag des Claude Elwood Shannon

Für meine Namenstage habe ich mich schon bisher nicht nur am Heiligenkalender orientiert. Auch manche Gedenktage habe ich bedacht, an dem nicht an einen Menschen erinnert wird, der von der katholischen Kirche heiliggesprochen wurde, z.B. Protestanten. Das wird natürlich auch so bleiben. Schließlich bin ich selbst Lutheraner. Heute möchte ich aber noch einen Schritt weiter gehen und einen Menschen vorstellen, der ganz und gar aus säkularen Sphären stammt: Claude Elwood Shannon.

Claude Shannon gehört zu der Gruppe von Menschen, ohne die ein moderne Computer gar nicht denkbar wäre. Trotzdem ist der nicht vielen Computernutzern ein Begriff. Ich selbst bin auch eher zufällig bei der Lektüre zu einem ganz anderen Thema auf ihn gestoßen – und das gerade heute.

Shannon war ein Mathematiker und Elektrotechniker und ist der Begründer der Informationstheorie. Er wurde heute vor 99 Jahren, also am 30. April 1916 in Gaylord [sic!], Michigan geboren und starb am 24. Februar 2001 in Medford, Massachusetts. Aus Medford stammen die zwei bekannten Lieder Jingle Bells und Over the River and into the Woods, die gern in der Wiehnachtszeit gesungen werden. Aber das gehört jetzt nicht hierher.

1948 veröffentlichte Shannon A Mathematical Theory of Communication (dt. Mathematische Grundlagen in der Informationstheorie) und legte damit die Grundlagen für unsere heutige Informations- und Kommunikationstechnik. Er soll es auch gewesen sein, der mit diesem Aufsatz die Maßeinheit Bit (aus Binary Digit) prägte, die allerdings vorher schon einmal von anderen diskutiert wurde.

1950 konstruierte er die künstliche Maus Theseus, die mit einem Gedächtnis aus Relais-Schaltkreisen den Weg durch ein 5-mal-5-Felder-Labyrinth fand. Er arbeitete auch an der Entwicklung der ersten Schachcomputer mit. Vom 1956 bis 1978 arbeitete er am berühmten MIT.

2000 kam in Deutschland eine Aufsatzsammlung von Shannon unter dem sprechenden Titel Ein – Aus heraus. Wer noch nicht weiß, was er mir zu Weihnachten schenken soll, spreche sich mit den anderen ab, die noch nicht wissen, was sie mir zu Weihnachten schenken sollen.

Ich verehre ihn besonders für seine Ultimate Machine, die heute leider auch of unter dem falschen Namen Useless Machine im Netz zu finden ist. Wenn man die Maschine anschaltet, macht sie das eine, wozu sie gebaut ist: sie schaltet sich aus. Aber seht selbst:


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