Archiv für den Monat: Juli 2019

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FC Mohajer vs. Grünau

Ich habe mich bisher kaum mit der Sportfotografie beschäftigt. Hauptsächlich kennt man von mir Bühnenfotos von Rockbands oder ganz stille Porträts. Aber mit dem FC Mohajer Leipzig, der von Afghanen gegründet wurde, macht es mir viel Freude, das Gebiet der Sportfotografie zu erkunden. Und heute noch besonders; denn sie haben Grünau mit 12:1 eine echte Packung gegeben. Da darf man jubeln. Vergessen möchte ich aber auch nicht den einen grünauer Spieler, der sich sein Knie verdreht hat und vom Rettungssanitäter abgeholt werden musste. Ich denke, wir alle wünschen ihm aufrichtig alles Gute und eine schnelle Genesung!

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Ich poste hier die Bilder in zeitlicher Reihenfolge. Man sieht ganz gut das Warmspielen, die 1. Halbzeit, Posieren beim Pausieren und die 2. Halbzeit. Weitere Bilder habe ich im Querformat. Die muss man gedanklich irgendwie dazwischen setzen.

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Einige Torschüsse habe ich erwischt. Aber besonders schön ist eine Vorher-nachher-Aufnahme, die ich hier gemeinsam mit einem schönen Zweikampf und einem Test als Torwart in der Halbzeitpause zeigen möchte:

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Geburtstage von Menschen mit nur einem Vornamen

Heute ist der Geburtstag von Angela Merkel. Dazu auch von dieser Stelle herzliche Glückwünsche an die erste Frau und erste Ostdeutsche im Bundeskanzleramt! Die Glückwünsche muss sich Frau Merkel aber teilen mit dem zwei Jahre älteren David Hasselhoff, der nicht auch heute Geburtstag hat, sondern mit seinem Gesang die Berliner Mauer zum Einsturz brachte und somit Angela Merkels Aufstieg erst ermöglichte. Oder so lautet zumindest die Legende.

Ich möchte mich mit einer Top-Five-Liste auf andere Geburtstagskinder konzentrieren, nämlich Künstler, die man lediglich unter einem (Vor-)Namen kennt. Ich sortiere nach Alter.

  • Quino (*1932) – Der argentinische Cartoonist ist vor allem durch seine Mafalda bekannt. Die stellte er auch in den Dienst von UNICEF.
  • Milva (*1939) – Runde 80 wird die italienische Sängerin in diesem Jahr. Sie sang auf italienisch und deutsch: Hurra, wir leben noch!
  • Guru (1961–2010) – In den 90er Jahren setzte sein Projekt Jazzmatazz Maßstäbe in Sachen Hip-Hop und Jazz. Er starb an Krebs.
  • Ivan (*1962) – Ein spanischer Popsänger, den ich normalerweise nicht auf dem Schirm hätte. Aus Ralph Siegels Dschingis Khan machte er Sin Amor.
  • Darude (*1975) – Der finnische DJ produzierte eine ganze Reihe von Nummer-1-Hits. Beim ESC 2019 schied er mit Look Away im Halbfinale auf dem letzten Platz aus.

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4. Interkulturelles Fußballturnier in Gohlis

Bereits zum vierten Mal veranstaltete heute die Initiative Weltoffenes Gohlis gemeinsam mit dem Roten Stern Leipzig und dem Bürgerverein Gohlis e.V. das Interkulturelle Fußballturnier auf den Trainingsplätzen hinter dem Stadion des Friedens.

Ich bin hingegangen, um meine Fähigkeiten im Bereich Sportfotografie zu testen. Bilder dieser Art mache ich ja doch recht selten. Aufgefallen ist mir schnell die Mannschaft des FC Mohajer Leipzig, deren Spieler alle aus Afghanistan stammen. Sie sind nämlich in ihren Vereinstrikots gestartet. Dadurch fallen sie auf meinen Bildern gleich ins Auge. Der Name Mohajer ist Dari (afghanisches Persisch) und bedeutet Flüchtling.

Später habe ich mich mit ihnen in einer Spielpause noch unterhalten. Es sind sehr interessante und freundliche Menschen. Tja, und schließlich haben genau sie auch den ersten Platz errungen. Herzlichen Glückwunsch dazu!

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Und hier noch ein paar Bilder, die wirklich ins Quadrat gepasst haben:

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Links
http://weltoffenesgohlis.de/
http://www.gohlis.info/

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Yoko Ono in Leipzig

Noch bis zum Sonntag ist die Ausstellung PEACE is POWER im Museum der Bildenden Künste zu sehen. Es ist die umfangreichste Werkschau von Yoko Ono, die bisher für ein deutsches Museum zusammengestellt wurde. Vom 04.04. bis zum 07.07. teilte sich die berühmte Konzeptkünstlerin den Raum mit der Leipziger Bürgersammlung.

Das hat – im kunstwissenschaftlichen Diskurs – ein höchst interessantes Spannungsfeld abgesteckt, in dem auch vom klassischen Gemälde mehr aktueller Bezug eingefordert wird, und von jedem konzeptuellen Stück mehr Beständigkeit.

Besonders frapierend ist da wohl die Arbeit Add Colour Painting (Refugee Boat), bei dem die Besucher aufgefordert sind, einen weißen Raum mit einem geweißten Flüchtlingsboot Farbe zu geben und sich somit am Werk selbst zu beteiligen. Eine Etage darüber sollen die Besucher durch zwei italienische Münzfernrohre nach den für uns unsichtbaren Menschen Ausschau halten, die in kleinen Booten zu uns kommen, um Schutz zu suchen.

Der Mensch, bedroht durch globale Kriege und häusliche Gewalt, seine Verletzlichkeit, sein Überlebenswille, sein Streben nach Heilung steht im Mittelpunkt dieser Ausstellung, gemeinsam mit der titelgebenden Kraft des Friedens, der Liebe und der Schönheit. Ein kleines Stück vom Himmel konnte man mit nachhause nehmen, in Form eines Puzzlestücks aus einem deutschen Soldatenhelm. Im Café des Museums konnte man Schach spielen, aber ohne dieses polarisierende Schwarz-weiß-Denken. Dass man irgendwann im Spiel durcheinanderkommt, was Freund und Feind und Frontverlauf betrifft, ist – so denke ich mir – wohl intendiert.

Die Stücke mit dezidierter Publikumsbeteiligung sind nach drei Monaten Ausstellungsbetrieb natürlich schon reichlich genutzt, benutzt, abgenutzt. Das soll so sein. Ich habe heute nicht nur Yoko Ono bestaunt, sondern wohl auch Tausende ihrer Besucher – Verehrer und Kritiker. Wieder einmal hat mich Yoko Ono begeistert, zum Lachen gebracht, zum Weinen und vor allem zum Nachdenken. Vielen Dank!

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Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei. Daher konnte ich nur mit meinem Smartphone fotografieren.

Links
https://artfacts.net/artist/x/74 – Artfacts über Yoko Ono
https://mdbk.de/ – Museum der Bildenden Künste Leipzig