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Weißer Sonntag

Der erste Sonntag nach Ostern wird auch Weißer Sonntag genannt. In der evangelischen Kirche ist er unter dem Namen Quasimodogeniti bekannt, d.h. wie die Neugeborenen. Denn durch die Taufe werden wir neu geboren in Christus.

Legt also alle Bosheit ab, alle Falschheit und Heuchelei, allen Neid und alle Verleumdung! Verlangt wie neugeborene Kinder nach der unverfälschten, geistigen Milch, damit ihr durch sie heranwachst und Rettung erlangt! Denn ihr habt gekostet, wie gütig der Herr ist.

  1. Petrus 2, 1–3

Vielleicht nicht ganz passend ist hier die Christus-König-Statue aus dem polnischen Świebodzin, die 2010 errichtet wurde. Aber sie ist nun einmal ganz weiß. Und die Farbsymbolik ist einfach bestechend. Im Petrusbrief, den ich hier zitiere, geht es um die Nachfolge Christi und – hier passt es dann doch besonders – ein königliches Priestertum.

Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist! Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen! Denn es heißt in der Schrift: Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten Stein, einen Eckstein, den ich in Ehren halte; wer an ihn glaubt, der geht nicht zugrunde. Euch, die ihr glaubt, gilt diese Ehre. Für jene aber, die nicht glauben, ist dieser Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein geworden, zum Stein, an den man anstößt, und zum Felsen, an dem man zu Fall kommt. Sie stoßen sich an ihm, weil sie dem Wort nicht gehorchen; doch dazu sind sie bestimmt. Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. Einst wart ihr kein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; einst gab es für euch kein Erbarmen, jetzt aber habt ihr Erbarmen gefunden.

  1. Petrus 2, 4–10

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Dass wir zur Nachfolge Christi auserwählt sind, stellt auch Ansprüche an uns. Wir müssen uns in unserem Tun und Denken immer wieder dieser Gnade würdig erweisen.

 

Weihnacht in Corona-Zeiten

Epiphanias – Heilige Drei Könige

Dieser letzte Tag der engeren Weihnacht hat viele Bedeutungen. Der Taufe Christi wird an diesem Tag mancher Orts gedacht. Vor allem ist dies aber der Tag, an dem man der Heiligen Drei Könige gedenkt, die sich als Weise oder Sterndeuter aus dem Morgenland aufgemacht haben, um dem Messias zu huldigen.

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Im Matthäus-Evangelium ist nicht von Königen die Rede, sondern von Magi. Und es steht auch nicht da, dass es drei gewesen seien. Aber sie brignen drei Geschenke: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Von den drei Geschenken schloss man auf drei Weise. Und da Jesus der König der Könige ist, müssen es wohl Könige sein, die sich ihm unterwerfen.

Mit der Dreizahl wurde im Volksglauben und in der Kunst weiter gespielt: sie stehe für die drei Lebensalter – Jüngling, Mann und Greis. Und sie steht für die drei Kontinente der alten Welt – Afrika, Asien und Europa.

Diese drei Halbfiguren sind in Breslau ausgestellt. Die Stadt und ihre Museen liebe ich außerordentlich. Wenn es wieder halbwegs sicher ist, besuche ich die Stadt wieder.