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Fünf Architekten-Geburtstage

Es sind nur noch 10 Tage bis Weihnachten. Dann gedenken wir der Geschichte von Maria und Josef, die in Bethlehem keinen anderen Raum fanden als einen Stall. Knapper Wohnraum ist auch heute in Deutschland wieder ein wichtiges Thema. Heute ist der Geburtstag fünf bekannter Architekten. Das verlangt eine Top-Five-Liste (in zeitlicher Reihenfolge):

  • Carl Gotthard Langhans (1732–1808) – Der frühe Klassizist hat das Stadtbild Berlins entschieden mitgeprägt und der Deutschen Einheit schon früh die Kulisse geliefert: Von ihm stammt das Brandenburger Tor.
  • Paul Schmitthenner (1884–1972) – Er war Traditionalist und Heimatschutzarchitekt. Das brachte ihn in die Nähe der Nationalsozialisten. Allerdings war er auch in der jungen Bundesrepublik von Bedeutung, was ihm ein Bundesverdienstkreuz einbrachte. Ich stand schon vor seinem Rathaus in Hechingen von 1958.
  • Nikolai Wassiljewitsch Nikitin (1907–1973) – Er entwarf die monumentalen Bauten des sozialistischen Zuckerbäckerstils der Stalinzeit. Ähnlich monumental ist die Gedenkstätte auf dem Mamajew-Hügel in Wolgograd (ehemals Stalingrad) mit der Kolossalstatue Mutter Heimat ruft. Am Kulturpalast in Warschau hat er beratend mitgewirkt. Das sieht man dem Gebäude an.
  • Oscar Ribeiro de Almeida Niemeyer Soares Filho (1907–2012) – Dem Namen hört man eine deutsche Abstammung an. Der brasilianische Architekt entwarf die Hauptstadt Brasilia und – gemeinsam mit Le Corbusier – das Hauptgebäude der Vereinten Nationen in New York City. Die Kirow-Werke in Leipzig beherbegen mit ihrer Kantine eines der letzten Werke Niemeyers.
  • Friedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelbunt (1928–2000) – Seine Ideen von Umnutzung und Begrünung sind heute aktueller denn je. Ich empfehle den Besuch der Grünen Zitadelle in Magdeburg oder gleich des Hundertwasserhauses in Wien.