Deutsche Digitale Bibliothek

Heute vor fünf Jahren ging die Betaversion der Deutschen Digitalen Bibliothek online. Die Idee war, bei der Digitalisierung von Bibliotheksbeständen ein Gegengewicht zur Arbeit von Google zu schaffen, da Google als international agierendes Wirtschaftsunternehmen nicht zwingend und verlässlich dem deutschen Gemeinwohl dient. Apropos Gemeinwohl: Heute ist auch der Geburtstag von Friedrich Engels.

Link:
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/

 

Was lange währt, wird gut

Im Dezember 2002 begann ich mit einer Ausstellung die Arbeit am Phänomen der Vaterlosigkeit von Söhnen. Vatermörder nannte ich das Projekt. Das sollte auch ein wenig knallen. Dann schoben sich viele andere Dinge, Projekte, Ideen dazwischen. Nun endlich kann ich den abschließenden Band von Interviews vorstellen. Mit der Zeit ist das Projekt etwas milder geworden. Jetzt heißt es Vaterbilder.

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Das Buch Vaterbilder – Gespräche mit Söhnen aus Rumpf- und Patchwork-Familien ist für 14,95 EUR unter der ISBN 978-3-7450-1597-3 im Buchhandel erhältlich. Es kann auch direkt beim Verlag bestellt werden.

Links
https://www.epubli.de/shop/buch/vaterbilder-fabian-williges-9783745015973/66957
http://vatermoerder.de/
http://www.vaterbilder.de/

Namenstag der Hll. Maria und Martha

Heute ist der Namenstag der Schwestern Maria und Martha von Bethanien. Im Evangelium nach Johannes wird von ihnen erzählt und im Evangelium nach Lukas. Dort ist über die beiden Schwestern folgende Passage zu lesen (Lukas 10, 38–42):

Sie zogen zusammen weiter und er kam in ein Dorf. Eine Frau namens Martha nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Martha aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: „Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen!“ Der Herr antwortete: „Martha, Martha, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden.“

Es geht hier nicht darum, dass müßig rumzusitzen besser sei als einen Gast zu bewirten. Wir kennen das von manchen Menschen, die sich mit Haushaltsarbeiten beschäftigen, ablenken, um nur nicht über etwas Wichtiges nachdenken zu müssen oder sich einem bestimmten Menschen zuzuwenden. Zu vergleichen ist das vielleicht mit den ersten beiden Vorübergehenden im Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Pünktlicher Tempeldienst ist bestimmt nichts Schlechtes. Aber einem anderen Menschen in einer empfindlichen Notsituation zu helfen, ist dann doch dringlicher und vor allem wichtiger.

Übrig blieb von dieser Passage eine jahrhundertelange Gleichsetzung von Maria mit der namenlosen Sünderin der Fußsalbung und Maria Magdalena einerseits und die Einsetzung der Hl. Martha als Schutzpatronin der Kellner. DA ist mal wieder am Kern vorbei gehandelt worden; aber genau darum geht es ja in der Geschichte.

Das Evangelium nach Lukas ist übrigens das weiblichste der vier Evangelien. Manche meinen sogar, es sei dem Evangelisten von Maria Magdalena diktiert worden. Viele weibliche Personen kommen in diesem Evangelium vor, an prominenten Stellen. So sind es beispielsweise Frauen, die als erste den Auferstandenen am Ostermorgen sehen.

Über die Rollen von Männern und Frauen wird heute wieder viel gestritten. Mittlerweile unterscheiden wir biologisches und soziales Geschlecht, untersuchen die angestrebte Gleichbehandlung im Arbeitsleben und diskutieren die Einrichtung von Unisex-Toiletten. Manchem dröhnt davon der Schädel. Mit Begriffen wie Genderwahn und Gendergaga werden solche Fragen von konservativen und weniger flexiblen Kreisen abgetan.

Dies ist auch der marketingwirksame Titel, unter dem Professor Thorsten Dietz einen Video-Vortrag hält, der von der evangelischen Organisation Worthaus auf YouTube bereitgestellt wurde. Das Bob-Dylan-T-Shirt soll uns nicht in die Irre führen; Prof. Dietz ist ein seriöser Wissenschaftler, der seinen Forschungsgegenstand fundiert bearbeitet hat. Aber er kann, wie auch andere Redner bei Worthaus, seine Erkenntnisse locker und verständlich rüberbringen. Die Worthaus-Beiträge sind zwischen einer und anderthalb Stunden lang. Die Zeit lohnt sich.

Link
http://worthaus.org/

Vios Videos – nach 12 Jahren veröffentlicht

Gut Ding will Weile, sagt der Volksmund. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet muss das Projekt Vios Videos wohl grandios sein. Sechs Videos nehmen mit Ausdruckstanz zu mal mehr mal weniger bekannten Pop-Songs Stellung zu aktuellen Gesellschaftspolitischen Themen. Da muss dann schon die Einschränkung hinein: vor 12–13 Jahren waren diese Themen aktuell. Manche sind wohl heute eher historisch, andere erschreckend aktuell geblieben. Ach, was soll das Gerede? Einfach mal anschauen:

Spanisch ist die Sprache der Liebe

Bob Dylan, Literaturnobelpreisträger, veröffentlichte in meinem Geburtsjahr eine Aufnahme unter dem Titel Spanish is the Loving Tongue, die in ihrer Stilistik eine Ausnahme in seinem Schaffen darstellt, für mich allerdings prägend war, weil sie sich auf meiner zweiten eigenen Bob-Dylan-Platte befand.

Die Grundlage für dieses Lied bildet das Gedicht A Border Affair des amerikanischen Dichters Clark Badger (1883–1957), das 1919 in der Sammlung Sun and Saddle Leather veröffentlicht wurde. Badger ist einer der großen Cowboy-Dichter Amerikas. Er lebte sogar einige Zeit im berühmt-berüchtigten Tombstone in Arizona, nahe der mexikanischen Grenze, bis er schließlich zum offiziellen Staatsdichter von South Dakota ernannt wurde. In dem Buch Sun and Saddle Leather findet sich auch ein anderes, heute weit verbreitetes Gedicht: A Cowboy’s Prayer. Ein Gebet, das Gott nicht in amtskirchlichen Organisationseinheiten sondern vielmehr in der Natur sucht.

Doch zurück zum eigentlichen Thema: A Border Affair erzählt die Geschichte eines Mannes, der aus den USA stammend einer Frau in Mexiko begegnet. Von ihr lernt er die Sprache der Liebe, zu der zumindest die zwei spanischen Ausdrücke mi amor (meine Liebe) und mi corazon (mein Herz) gehören. Wegen eines Kampfes nach verlorenem Pokerspiel muss der liebende Mann über die Grenze fliehen. Da er nicht mehr zurück nach Mexiko kann, wird er seine Geliebte nie wieder sehen. Aber Spanisch ist ihm zur Sprache der Liebe geworden.

Spanish is the lovin‘ tongue,
Soft as music, light as spray.
Twas a girl I learnt it from,
Livin‘ down Sonora way.
I don’t look much like a lover,
Yet I say her love words over
Often when I’m all alone—
„Mi amor, mi corazon.“

Nights when she knew where I’d ride
She would listen for my spurs,
Fling the big door open wide,
Raise them laughin‘ eyes of hers
And my heart would nigh stop beatin‘
When I heard her tender greetin‘,
Whispered soft for me alone—
„Mi amor! mi corazon!“

Moonlight in the patio,
Old Señora noddin‘ near,
Me and Juana talkin‘ low
So the Madre couldn’t hear—
How those hours would go a-flyin‘!
And too soon I’d hear her sighin‘
In her little sorry tone—
„Adios, mi corazon!“

But one time I had to fly
For a foolish gamblin‘ fight,
And we said a swift goodbye
In that black, unlucky night.
When I’d loosed her arms from clingin‘
With her words the hoofs kep‘ ringin‘
As I galloped north alone—
„Adios, mi corazon!“

Never seen her since that night.
I kaint cross the Line, you know.
She was Mex and I was white;
Like as not it’s better so.
Yet I’ve always sort of missed her
Since that last wild night I kissed her,
Left her heart and lost my own—
„Adios, mi corazon!“

Viele Folk- und Countrysänger haben diese Strophen mal mehr mal minder originalgetreu gesungen: Judy Collins, Bob Dylan, Marianne Faithfull, um nur einige zu nennen. Für einen YouTube-Link habe ich eine Version von Emmylou Harris ausgewählt. Ich hoffe, sie gefällt.

Aber warum schreibe ich das heute? Es ist weder Bob Dylans, Clark Badgers noch Emmylou Harris‘ Geburts- oder Todestag. Heute ist mein Lieblingsliebesbuch auf Spanisch erschienen. Wenn du nicht da bist … heißt ab heute auch Cuando no estás cerca … Vielen Dank an Fabian Esteban Osorio für die Übersetzung!

Folie1Ich möchte an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass dieses in mittlerweile sechs Sprachen erhältliche Buch als eine eindeutige Liebeserklärung verschenkt werden kann. Seine Originalität erkennt man daran, dass kein einziges Mal der Satz „Ich liebe dich.“ darin vorkommt.

Links
https://www.epubli.de/shop/buch/cuando-no-est-s-cerca-fabian-williges-9783745069532/64663
http://www.gutenberg.org/ebooks/36770Sun and Saddle Leather als freies Ebook
https://archive.org/details/sun_saddle_leather_eh_1411_librivox/Sun and Saddle Leather als freies Hörbuch

Die Bomben, die Liebe und der Kommerz

Seit einer Woche ist Ramadan, der islamische Fastenmonat, der uns christlichen oder auch atheistischen Europäern abwechselnd Kopfschütteln und eine sportliche Anerkennung abnötigt. Aber das soll jetzt hier nicht behandelt werden. Jeden Abend nach Sonnenuntergang ist Iftar, das Fastenbrechen, das je nach Neigung ein festähnliches Essen mit der gesamten Nachbarschaft, ein Festmahl mit der versammelten Großfamilie oder – moderner – ein Fernsehabend mit bereitgestellten Snacks sein kann. Für die letztgenannte Möglichkeit produzieren große Unternehmen eigens einen Ramadan-Werbespot. Wir kennen das auch, von der Advents- und Weihnachtszeit sowie vor dem Osterfest.

Der arabische Telekommunikationsanbieter Zain hat in diesem Jahr etwas Besonderes gewagt. Er zeigt einen Selbstmordattentäter in Vorbereitung, der allerdings von der friedliebenden Bevölkerung gestellt, mit der Unvereinbarkeit seines Handels mit der islamischen Friedensbotschaft konfrontiert und schließlich wieder in die Gemeinschaft aufgenommen wird. Der Sänger des den gesamten Spot untermalenden Liedes ist der preisgekrönte Hussain Al Jassmi. Im Werbespot treten auch Menschen auf, die von Attentaten der jüngsten Vergangenheit betroffen waren. Ihre Namen sind eingeblendet.

Selbstverständlich kann man nun unterschiedlicher Meinung sein, wie sich das Leid von Anschlagsopfern und Hinterbliebenen mit dem Kommerz eines Telekommunikationsanbieters verträgt. Aber ich möchte heute das Augenmerk auf einen anderen Punkt lenken. In Europa wünschen wir uns immer wieder Zeichen der Ablehnung gegenüber islamistischen Terror – auch und gerade von Akteuren innerhalb der muslimischen Welt.

Diese Werbung zum Ramadan ist eine deutliche Botschaft für den Frieden und die Liebe. Sie verdeutlicht, dass Attentate nicht im Sinne Gottes sind. Sie schürt keinen Hass und will jedem Menschen, auch moralisch Verwirrten und Fehlgeleiteten, einen Platz in der Gesellschaft geben. Mich berührt diese Werbung. Das möchte ich zum heutigen Freitagabend so stehen lassen.

Und meinen muslimischen Freunden wünsche ich weiterhin: Ramadan Mubarak! – !رمضان المبارك

Wenn du nicht da bist … – mittlerweile in 5 Sprachen

Wiedermal war ich lange nicht aktive auf dieser Website. Das heißt aber nicht, dass ich insgesamt untätig gewesen wäre. Mein Bilderbuch „Wenn du nicht da bist …“ ist mittlerweile in fünf Sprachen erhältlich. Weitere Sprachen sollen noch folgen. Aber da möchte ich nicht vorgreifen.

DSC_9385_ediert

DSC_9383_ediertDas Buch ist im klassischen Buchhandel erhältlich wie auch über Amazon oder direkt beim Verlag epubli.de, wo ich die Bände herausgebracht habe.

All those items – OpenStage im VILLA-Keller

Ich kann ja so unsagbar träge sein. Eigentlich möchte ich mit meinen Liedern, meinen Texten und all meinen anderen Erzeugnissen an die Öffentlichkeit. Doch richtige Öffentlichkeitsarbeit unterlasse ich. Die unterrichte ich höchstens als Ausbilder für Veranstaltungskaufleute.

Meine gute Freundin Kristin K. hat heute auf ihrem YouTube-Kanal eine Video veröffentlicht, das mich bei der OpenStage im Keller des Soziokulturellen Zentrums „Die VILLA“ zeigt. Ich spiele da am 13. März 2017 das Lied All those items, das davon handelt, wie mir ein Engel erscheint, der sagt: Alles, was du an Begabung erhalten hast, ist kein Geschenk sondern ein Auftrag!

Also nun – für meine geschätzten Leser/Follower:

Karfreitag – die Chance zur Besinnung … und eine Zucchini im Wind

Mir bedeutet der Karfreitag viel. Der Tod Jesu und seine religiösen Implikationen soll aber nicht der Inhalt dieses Blogeintrags sein. Wer mit dem christlichen Gedankengut nicht so viel anfangen kann, muss auch nicht gleich zu privaten Anti-Tanzverbots-Veranstaltungen pilgern. Ein Stiller Tag lädt jeden ein, sich zu besinnen.

Und unsere Welt hat Besinnung so dringend nötig. Gestern wirft das blonde Kind aus dem Weißen Haus die größte „konventionelle“ Bombe auf die ostafghanische Provinz Nangarhar, um Russen, Syrern, Chinesen und Nordkoreanern zu zeigen, dass es zu allem bereit ist. Und Russland blockiert zum wiederholten Male eine Resolution des UN-Sicherheitsrates, die den Einsatz von chemischen Waffen in Syrien verhindern bzw. erstmal untersuchen soll. Ich werde die Konflikt- und Krisenherde nicht weiter aufzählen. Wir wissen auch so, dass unsere Welt von Sinnen ist.

Gehen wir ein paar Schritte zurück. Jeder Mensch wird von seiner Mutter geboren. Jeder Mensch ist zu Beginn seines Lebens klein und unschuldig. Und jeder Mensch sehnt sich nach Liebe Das mag banal klingen. Es schließt allerdings deutlich Präsidenten aller Staaten und jeden einzelnen IS-Kämpfer mit ein. Diese Liebe bekommt ein Mensch im Normalfall zuerst von seinen Eltern, seiner weiteren Familie, einem Freundeskreis, Lebenspartner und in der Form der Wertschätzung von Berufskollegen und der Nachbarschaft. Von dieser Liebe handelt auch der theologische Karfreitag, wenn es im Evangelium nach Johannes (3, 16 & 17) heißt:

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

Um die menschliche Seite dieser Liebe geht es im französisch-schweizerischen Film Ma vie de Courgette (Mein Leben als Zucchini) aus dem Jahre 2016. Der neunjährige Icare, der lieber Zucchini genannt werden möchte, lebt von seinem Vater verlassen allein bei seiner alkoholkranken Mutter. Nachdem sie bei einem Unfall mit einem Revolver ums Leben kommt, wird Zucchini in ein Kinderheim gebracht. Simon, ein Raufbold mit Herz, stellt ihm die Schicksale der anderen Kinder vor und schließt mit den Worten: Hierher kommen nur die, die von niemandem mehr geliebt werden. Doch der liebevoll produzierte Stop-Motion-Film beweist mit seinen Knetfiguren eine Stunde lang, dass auch hier in diesem Heim der Verlassenen und Verletzten Liebe neu entstehen kann.

Der Film war für die wichtigsten Preise nominiert. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Europäischen Filmpreis 2016, dem César 2017 und dem Schweizer Filmpreis 2017. Die Deutsche Film- und Medienbewertung gab dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“. Bei den verliehenen Preisen geht es nicht nur um die Kategorie Animationsfilm, sondern auch immer wieder um die Filmmusik. Für die zeichnet Sophie Hunger verantwortlich.

Ins Filmgeschehen meisterhaft eingeflochten sind die Lieder Eisbär von Grauzone und Le vent nous portera (Der Wind wird uns tragen) von Noir Désir. Und genau dieses Lied hören wir im Abspann noch einmal von Sophie Hunger interpretiert. Das ist nicht das erste Mal, dass dieses Lied den Soundtrack eines Films bildet, aber es ist eines der schönsten.

Der Wind ist ein unberechenbarer Zeitgenosse. Bob Dylan vermutet bei ihm alle Antworten. Unser Protagonist trägt einen unheilvollen Taufnamen (Ikarus) und hantiert den gesamten Film über mit einem Drachen, der seinen verschwundenen Vater symbolisiert. Und auch im bereits zitierten dritten Kapitel des Johannes-Evangeliums heißt es nur wenige Sätze vorher: Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.

Eine Übersetzung des französischen Liedtextes, die ich auf einem anderen Blog (siehe unten) gefunden habe, geht wie folgt:

Ich hab‘ keine Angst vor dem Weg,
Weil ich ihn sehen will, ihn auskosten will,
Jede Biegung, jede Windung, bis es gut ist,
Weil der Wind uns tragen wird.

So wie all‘ das, was du den Sternen sagen würdest, 
Wie der Lauf der Dinge, 
Wie die Zärtlichkeit und der Schlag, 
Wie anderer Tage Paläste, von gestern, von morgen
Ein flüchtiger Eindruck wie aus Samt,

Und dann kommt der Wind und trägt alles davon.

Unser Erbgut, unsere Gene nimmt er,
Trägt sie in die Luft, in die Atmosphäre,
In die Galaxie, wie ein fliegender Teppich,
Der Duft der Jahre davor und all‘ das, was Einlass verlangt an deiner Tür,
Diese Unendlichkeit von Schicksalen, wovon man eines lebt,
Und was bleibt von all‘ dem zurück?

Eine Flut, die beständig steigt,
Eine Erinnerung, die jeder ab und zu hat,
Im Herzen des Schattens,

Der vor mir bleibt, 
Nehme ich mit mir die Spur, die von dir bleibt
Bis der Wind alles davon trägt.

Links
http://www.zucchini-film.de/ – Offizielle Seite des Films
http://www.noirdez.com/ – Website der Band Noir Désir
http://sophiehunger.com/ – Website von Sophie Hunger
https://anewfriend.wordpress.com/ – Blogeintrag zu Le vent nous portera